5 vor 12 – Endstation staatliches Canile?

Update Dezember 2018: Wir haben bis März 2019 Zeit, für die vor der Umsetzung bedrohten Hunde geeignete Plätze zu finden! Zudem läuft der Kooperationsvertrag mit einem weiteren Bezirk ab – den Hunden droht das gleiche Schicksal: lebenslänglich im staatlichen Canile!

Dann läuft der Kooperationsvertrag mit einem Bezirk ab, aus dem unser Partnertierheim regelmäßig besitzerlose Hunde aufnimmt. Zum einen bedeutet das, dass wir fortan keine Hunde mehr aus diesem Gebiet bekommen und ihnen durch eine Adoption nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz ein schönes Leben ermöglichen können. Zum anderen müssen die Hunde, die aktuell in unserem Partnertierheim versorgt werden und bis dahin kein Zuhause oder keine Pflegestelle gefunden haben, in ein staatliches Tierheim umziehen.

Aus dem zweiten Bezirk ist aktuell nur Calabrone. Der Vertrag endet im Januar 2019. Damit Calabrone der Hundehölle entkommen kann, brauchen wir ganz schnell eine Pflegestelle für ihn.

Bricco

Die achtjährigen Mischlingsbrüder Bricco und Bracco warten von den bedrohten Hunden am längsten. Sie sind gesund, schön und im besten Alter – aber ihre Unsicherheit steht zwischen ihnen und ihrem Glück. Wir wünschen uns für jeden der beiden Rüden verständnisvolle Menschen, die Zeit und Geduld mitbringen und mit einem tollen Wesen belohnt werden.

Bracco

Ein besonderer Notfall ist der 11-jährige Calabrone. Er braucht so dringend ein Plätzchen, wo er in Ruhe ankommen und Liebe, Geduld und Fürsorge erfahren darf. Er stammt aus einem anderen Bezirk als die anderen hier vorgestellten Hunde. Der Vertrag, von dem Calabrone betroffen ist, endet bereits im Januar. Wir haben also – nach aktuellem Kenntnisstand – nur noch bis Januar Zeit, einen Platz für den sanften Charmeur zu finden. Wird der betagte Rüde in ein staatliches Tierheim umgesetzt, wird er zwischen all den jüngeren Hunden nicht lange durchhalten.

In einem staatlichen Canile wären die Hunde nur eine Nummer, bekämen nicht mehr wie in unserem Partnertierheim regelmäßig Futter und sauberes Wasser, würden nicht mehr nach Verträglichkeit in kleinen Rudeln gehalten werden. Leider unterscheiden sich die meisten staatlichen Tierheime gravierend von unserem Partnertierheim. Durch die Pro-Kopf-Prämie, die die Tierheimbetreibenden einstreichen, ist ein staatliches Tierheim meist weniger ein Tierschutzprojekt, sondern mehr ein Geschäft auf Kosten der Hunde. Es wird an allen Enden gespart, damit der Gewinn am größten ist. Ein solches Tierheim hat kein Interesse am einzelnen Tier und keinen Nutzen daran, einen Hund zu vermitteln. Unseren Schützlingen droht Endstation staatliches Canile. Konkret bedeutet das: Hunger, Durst, Kämpfe, trister, lauter Alltag bis sie verhungern, an unbehandelten Verletzungen oder Krankheiten elendig sterben.

Briciola

Briciola und Pippo sind ein wundervolles Segugio-Geschwisterduo von 5 Jahren, das – bis es ins Tierheim kam – nicht viel Gutes erleben durfte. Sie wurden im Wald aufgefunden, vermutlich von ihrem Jäger zum Sterben ausgesetzt. Die beiden sind ängstlich, Pippo mehr als seine Schwester. Wir wollen gar nicht daran denken, wie diese sensiblen Hunde in einem staatlichen Tierheim untergehen würden.

Pippo

Die Chance, dass die Frist ein weiteres Mal verlängert wird oder die Hunde gar bis zu ihrer Vermittlung durch unseren Verein in unserem Partnertierheim bleiben dürfen, ist schwindend gering. Bitte helfen Sie unseren Vierbeinern! Mit einem Pflegeplatz oder einem Zuhause retten Sie einer lieben Seele wortwörtlich das Leben.

Riccio

Für den süßen Riccio würde die abgelaufene Uhr bedeuten, dass der 2011 geborene Segugio niemals eine Chance darauf hätte, mit „seinen“ Menschen zu kuscheln oder über Wiesen rennen zu können. Dabei bräuchte der Laufhund so dringend Menschen, die ihn spüren lassen, dass er geliebt wird. Die junge English Setter-Hündin Moon möchte ihr Leben bei aktiven Menschen verbringen und die Welt entdecken. Damit dieser Wunsch nicht ungreifbar wird, müssen wir schnell eine geeignete Stelle für sie finden. Bitte helfen Sie uns dabei, für alle vorgestellten Fellnasen die passende (Pflege-)Stelle zu finden.

Igor und Nano sind zwei besondere Hunde, für die wir nach besonderen Menschen suchen. Der 3-jährige Herdenschutzhund Igor ist mit seinen etwa 50 kg Körpergewicht ein Hund, den wir nur in erfahrene Hände geben können. Unsere Tierschützerin entdeckte ihn in einem staatlichen Tierheim, wo er sehr gestresst war. Auch der 5 Jahre junge Mischling Nano muss eine schlimme Zukunft haben, denn er ist ängstlich und muss das Vertrauen in die Menschen erst wieder erlangen. Dafür braucht auch er Menschen, die ihm diese Chance geben.

Ein Großteil der Hunde, die es in unser Partnertierheim geschafft haben, hatte vorher kein schönes Leben. Viele stammen von Jägern, kannten weder einen vollen Napf noch unbeschwerte Stunden im Freilauf. Erst durch die Tierheimmitarbeiterinnen und -mitarbeiter begriffen viele, dass Stimmen auch sanft ihren Namen sprechen, Hände auch streicheln können und dass nicht alle Menschen grob sind. Die Hunde sollen nicht in die Hundehölle, sondern endlich das Glück, die Liebe und Fürsorge eines Zuhauses spüren.

Die beiden einjährigen Vierbeiner Bruce und Leo sind freundliche Junghunde. Sie stammen beide von Jägern und ihnen droht beiden dieselbe grausame Zukunft. Um die beiden Schätze vor Hunger, Kälte und Beißereien zu bewahren, sind wir auch für den noch ängstlichen Bruce und den zarten Leo auf Pflege- oder Endplätze angewiesen.