Pflegestelle werden

Da wir in Deutschland keine Auffangstation für unsere vierbeinigen Schützlinge haben, sind wir auf private Pflegestellen angewiesen. Nur mit deren Hilfe können wir immer wieder Hunde aufnehmen und weitervermitteln. Die Pflegestellen sind also eines der wichtigsten Fundamente unserer Arbeit. Deshalb sind wir sehr dankbar, wenn sich Menschen mit Tierliebe und dem nötigen Sachverstand bereit erklären, einen unserer Schützlinge vorübergehend in ihrer Familie aufzunehmen.

Als Pflegestelle geben Sie einem Hund ein vorübergehendes Zuhause, so lange, bis er ein eigenes, festes Zuhause gefunden hat. Dabei kann niemand voraussagen, wie lange es dauern wird, bis ein Tier seine endgültige Familie gefunden hat. Manchmal klappt eine Vermittlung schnell und das Tier befindet sich nur wenige Tage auf seiner Pflegestelle. Manchmal kann es aber auch Wochen oder gar Monate dauern, bis der Hund ein neues Heim gefunden hat.

Natürlich gibt es einige Dinge zu berücksichtigen und zu überdenken, bevor Sie sich dazu entscheiden, sich als Pflegestelle zur Verfügung zu stellen. Die Hunde aus dem Süden stammen meist aus sehr schlechten Verhältnissen (italienische Tierheime und Massenauffanglager). Viele haben ihr gesamtes Leben hinter Gittern verbracht, sind verunsichert, verängstigt und haben das Vertrauen in den Menschen längst verloren.

Deshalb sollten unsere Pflegestellen das „nötige Händchen“ und auch Zeit für diese Tiere haben. Der Hund wird in der neuen Umgebung nicht sofort „funktionieren“. Das Vertrauen zum Menschen muss oft erst langsam wieder aufgebaut werden. Dass das nicht von heute auf morgen geschehen kann, versteht sich von selbst. Jede Menge Geduld, Ausdauer und Idealismus sind hier gefragt. Das gilt oft auch für andere Punkte. Viele unserer Schützlinge haben noch nie eine Wohnung von innen gesehen, oftmals sind die Tiere nicht stubenrein oder bleiben auch noch nicht alleine. Die meisten unserer Hunde kennen keine Leine oder Grundkommandos.

Vor allem am Anfang wissen unsere Schützlinge meist noch nicht, was richtig und falsch ist. Das Tier muss erst lernen, was von ihm erwartet wird. Ein Tier in Pflege zu nehmen, bedeutet genauso viel Verantwortung zu übernehmen wie bei einem eigenen.

Denken Sie auch bitte an den zeitlichen Aufwand, den Auslauf, Pflege, Beschäftigung und eventuell tierärztliche Versorgung benötigen.

Selbstverständlich werden Sie nicht alleine gelassen, sondern wir werden Ihnen bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Grundsätzlich haben wir mit dem „Pflegestellen-System“ die besten Erfahrungen gemacht. Die Pflegestellen garantieren eine liebevolle, vor allem aber auch individuelle Betreuung unserer Schützlinge, da die Tiere von Anfang an in die Familien integriert sind.

Sobald es Interessenten für den Pflegehund gibt ist ein persönliches Gespräch und eine Vorkontrolle Voraussetzung für eine endgültige Vermittlung. Da Sie als Pflegestelle den Hund am besten kennen, legen wir dabei auf Ihre Meinung großen Wert. Eine endgültige Vermittlung erfolgt allerdings ausschließlich über uns.

Bedenken Sie auch, dass es bestimmt nicht einfach, vielleicht sogar sehr schwer ist, sich von einem Schützling nach längerer Pflegezeit wieder zu trennen. Sicher hat man sich an das Tier gewöhnt, liebt es inzwischen vielleicht sogar so wie das eigene. Umso höher ist die Arbeit der Pflegestellen einzustufen. Sie praktizieren aktive Tierliebe, aktiven Tierschutz. Nur so kann vielen armen Tieren aus dem Süden geholfen werden, einem armseligen Dasein hinter Gittern ohne Liebe und ohne Zuwendung zu entrinnen.

Die Pflegestellen arbeiten ehrenamtlich - die Tierarztkosten werden, nach vorheriger Absprache, natürlich erstattet und der Hund ist außerhalb des Hauses haftpflichtversichert.

Wenn Sie alles genau durchgelesen haben und Pflegestelle von Hundehilfe Mariechen werden wollen, melden Sie sich bitte bei uns. Wir freuen uns, wenn Sie einem armen Tier aus dem Süden eine Chance geben und diesem beim Start in ein neues Leben helfen wollen.