Moska

Hündin, Segugio Istriano, 4 Jahre, Unvermittelt, stammt aus Italien, TierNr. 2906
Moska sucht leider wieder ein neues Zuhause.
Derzeitiger Aufenthaltsort: 07557 Crimla


20.02.2020:
Moska: In der kurzen Zeit bei uns war sie sofort stubenrein, allerdings zeigt sie „müssen“ nicht an, sie wartet bis man sie aufnimmt und Gassi geht. Wir gehen früh u. abends kurze Runden im Ort und mittags eine dreiviertel Stunde durch Wald u Wiese. Mehr geht noch nicht. Autos waren die ersten Tage Horror für sie, mittlerweile setzt sie sich, wenn eines naht, von selbst, sucht häufig Blickkontakt zum Mensch, ist zwar ängstlich geduckt aber sie weiß jetzt das nix passiert. Wir redeten anfangs dabei ruhig das „alles gut“ ist . Andere Hunde sind ok aber sie ist nicht sonderlich interessiert an ihnen. Moska geht super an der Leine, nur die ersten obligatorischen 5-10min muss man sie leicht mit dem Geschirr ausheben und durch Zug zum mitlaufen bewegen. Sie reagiert da auf ein ruhiges aber konsequentes „und weiter“ , da ist bestimmt etwas Segugiosturheit dabei, denn den Heimweg läuft sie immer spitze. Konditionsaufbau ist wichtig, sie wird aber bestimmt kein Ausdauersportler. Die Rute ist beim Gassi gehen auch nicht mehr eingezogen sondern zwar noch unsicher unten, aber locker. Sie fängt so langsam an mit schnuppern hier und da. Den Jagdtrieb würde ich im Moment als eher wenig vorhanden sehen. Fahrradfahrer sind auch ok und Auto fahren auch. Ins Auto rein springt sie von selbst , raus nur wenn sie die Haustür sieht (schnell wieder ins Körbchen). Moka ist eine liebe, zurückhaltende Maus, die einen ruhigen aber konsequenten Menschen und ruhigen Haushalt braucht( Staubsauger bereitet noch Angst und wird misstrauisch beäugt, aber sie bleibt im sicheren Körbchen). Ich würde sie fast nicht mehr als „Angsthund“ sondern nur noch als etwas ängstlichen Hund bezeichnen. Ruhige Männer sind auch ok. Aber keine kleineren Kinder im Haushalt.

Ursprünglicher Einstellungstext
Wenn man es aus Angst für unmöglich hält, die Erfahrung es für zu riskant erachtet, man es aus Zweifel für sinnlos hält……dann sollte das Herz sprechen und es einen versuchen lassen. Die Rettung eines Hundeleben, ist diesen Versuch einfach wert. Die Rettung von Moska. In ihren Augen steht die Angst, die Angst vor Berührung, die Angst davor, das der Mensch schlimme Dinge mit ihr tut, wie in ihrem bisherigen kurzen Leben. Moska muss erst lernen, das es auch anders geht, Fürsorge, Liebe, ein warmes Plätzchen vor dem Ofen und im Herzen einer eigenen Familie…..all dies kennt Moska nicht. Sie konnte von einem Jäger übernommen werden, der trotz allem „Druck“ aus ihr keinen für ihn brauchbaren Jagdhund nach seiner Fasson machen konnte. Die in 03/2015 geb. Moska ist eine sensible Hündin, vor Angst wie erstarrt, hatte sie für ihren Jäger nicht den richtigen Biss für die eigenständige Jagd auf Wildschweine. Sie ist in einer priv. Auffangstation und hat hier eine gesicherte Grundversorgung, aber es gibt leider niemanden der mit ihr an ihren Ängsten arbeiten kann. Selbst ihre Pflegerin kann sie im Auslauf nicht anfassen und nur mit Futter kriegt man sie zurück in ihren kleine Zwinger. Der  Segugio dell `istria gilt als intelligent, arbeitsfleißig, treu und zuverlässig. Diese Rasse lernt schnell und ist langlebig und robust. Das Spezialgebiet ist die Jagd auf Hasen und Füchse, die Verfolgung der Fährte wird dem Jäger durch Spurlaut angezeigt. Für Moska wünschen wir uns eine jagdhunderfahrene Familie, am besten mit souveränen Ersthund und natürlich eine entsprechende Auslastung für Körper, Geist und die hochfeine Nase. Die hohe Bindungsfähigkeit der ital. Jagdhunde ist sprichwörtlich, sowie die große Sozialkompetenz mit ihren Artgenossen. Wenn bei Moska der Knoten erst einmal geplatz ist, bekommt man sicherlich einen dankbaren Lebensbegleiter der mit einem durch dick und dünn geht. Das Hundemädchen mit der einmaligen Kopfzeichnung kann gechipt, geimpft, entwurmt und mit EU-Pass ausreisen. Die Blutuntersuchung auf Leishmaniose und Filarien läuft, das Ergebnis kann unter „Neuigkeiten“ nachgelesen werden, sobald es uns vorliegt. Lassen Sie ihr Herz entscheiden !

News

13.01.2018

Moska wurde negativ auf Leishmaniose und Filarien getestet.

06.09.2018

Neue Bilder von Moska aus Italien.

19.10.2018

Unser Transportteam berichtet:
„Bilder sagen mehr als 1000 Worte“ – das trifft auf jeden Fall auf Moska zu. Ihr Zwinger fiel im Tierheim sofort auf, da weit und breit kein Hund zu sehen war. Sie leidet immer noch sehr unter ihrer schlimmen Vergangenheit und zieht sich lieber in eine dunkele Ecke zurück, als sich glückselig auf die neuen Menschen zu stürzen, wie es bei den meisten anderen Hunden ist. Das liegt sicher nicht an der mangelnden Zuneigung der Tierschützerinnen vor Ort, aber dieser Ort, das Canile, ist wirklich nicht der richtige für sie. Wenn Sie also ein Mensch sind, der in diesen traurigen Augen wieder den Funken der Lebensfreude entfachen wollen und die Zeit, Geduld, nötige Erfahrung und Zuneigung haben diese wunderschöne Hündin bei sich aufzunehmen, melden Sie sich unbedingt. Auch eine Angsthund erfahrene Pflegestelle bedeutet einen großen Fortschritt für Moska. Ihre Dankbarkeit ist Ihnen in jedem Fall gewiss!

26.01.2019

Moska schickt neue Bilder.

17.11.2019

Endlich auch die Riesenchance für unsere Moska. Sie ist heute auf ihrer Pflegestelle in Deutschland angekommen. Wir werden weiter berichten, wie sie sich entwickelt.

03.12.2019

„Weihnachtsüberraschung auf vier Pfoten“ oder so ähnlich könnte die Geschichte unserer Moska heißen.

Für den letzten Transport am 17.11.2019 hatte sie ein festes Ausreiseticket gebucht.

Gewohnheitsmäßig werden alle Hunde, die nicht ohnehin schon in unserem Canile in Policiano/Toskana sitzen, von den Außenstellen einen Tag vor Ausreise dorthin umgesetzt, damit alle Hunde zentral untergebracht sind.

So auch unsere Moska…..doch komisch, als man sie hochnahm um sie ins Auto zu laden stellte man fest sie hat einen unheimlich dicken Bauch….ist was nicht in Ordnung, ist sie kurz vor Ausreise erkrankt ?

Ein sorfortiger TA-Besuch brachte Licht ins Dunkel…..Moska war trächtig, und das schon im fortgeschrittenen Stadium!

Aufregung, Recherche……wie konnte das passieren…..was machen wir jetzt ?

Ein ausgebüchster kleiner Rüde war wohl der Übeltäter. Schuldzuweisungen ? Wem nützt das was ?

In Italien werden Hunde nur aus medizinisch wichtigem Grund kastriert, Angsthunde ohnehin nicht. Wir müssen es nehmen, wie es ist!

Und das taten wir. Viele Aktive telefonierten sich die Finger wund und das mit Erfolg. Wir fanden eine erfahrene Pflegestelle, die nicht zögerte und uns sofort eine Zusage für die werdende Hundemama erteilte. Gott sei Dank. Die Welpen können nun behütet und im Warmen zur Welt kommen…….äh, konnten……denn gestern war es bereits soweit.

Wir sind überglücklich, Moska hat 6 gesunden kleinen Mäusen das Leben geschenkt.

*Foto*

Die wunderbare Mama bleibt, bis zur Entwöhnung ihrer Welpen auf ihrer tollen Pflegestelle.

Vereinsübergreifende Hilfe hat das Unmögliche möglich gemacht.

Die Welpen werden, wenn sie alt genug sind über die „Hundefreunde Europa e. V.“ und unsere Monika Barth vermittelt. Moska bleibt ein „Mariechen“.

Leider hat Moska gestern, nach der anstrengenden Geburt, Fieber bekommen und musste sofort einem TA vorgestellt werden. Sie muss nun überwacht bleiben und weitere TA-Besuche werden wohl leider folgen.

Sie möchten Moska und ihre kleine Familie finanziell unterstützen? Wir würden uns freuen.

Wie immer auf unser Spendenkonto mit dem Verwendungszweck:

„Moska und Welpen“