Viola
Diesmal hat sich ein Hund seine Familie selbst ausgesucht und besser kann es nicht laufen. Sie lebt dort, als ob sie schon immer da war, ist bei ihren beiden Herren die Henne im Korb und wird von allen Familienmitgliedern heiß und innig geliebt.
Liebes, kleines Violchen, alles, alles Gute für Dich!!
Berichte der Pflegestelle
Nun ist Viola seit 4 Wochen in Deutschland und wir können uns langsam ein Bild von ihr machen. Die kleine, hübsche Hündin wurde, wie wir jetzt erfahren haben, von ihrem Jäger schon sehr, sehr früh von ihrer Mutter getrennt und dann alleine in einem winzigen Zwinger gehalten. Sie hat also im Welpenalter gelernt, auf „eigenen Füssen“ zu stehen und ist in vielen Situationen sehr selbstständig und furchtlos – dann wieder genügt ein kleines, unbekanntes Geräusch und sie legt sich flach auf den Boden. Sie ist sehr sozial verträglich mit Artgenossen und auch den Menschen gegenüber völlig aggressionslos. Viola lernt sehr schnell, ist intelligent und liebt es, gestreichelt und in den Arm genommen zu werden. Mit der richtigen Bindung zu ihren Menschen wird sie einmal ein ganz besonderer Hund werden – außerdem ist sie eine hervorragende Haushaltshilfe: Sie hat auf ihrer Pflegestelle die fertige Wäsche aus der Waschmaschine geholt, sie zum Trocknen auf den Balkon gebracht und dann noch zum Auslüften die Jacken und Schuhe ihrer Pflegemutter und dies alles, ohne etwas zu beschädigen
Viola geht jetzt mit Riesenschritten auf ihr neues Leben zu. Sie hat eine recht feste Bindung zu ihrer Pflegestelle aufgebaut und hat keinerlei Probleme, auch einmal alleine, ohne einen anderen Hund, im Hause zu bleiben. Sie fühlt sich sicher, ist völlig entspannt, legt sich auf ihren Platz und schläft. Was sie auf jeden Fall braucht ist Auslastung. Das heißt Bewegung, Suchspiele, Gehorsamsübungen und eine gute, verständnisvolle Hundeschule würden ihr mit Sicherheit viel Spass machen. Durch ihre Bindung zum Menschen hat sich herausgestellt, das sie nicht notwendigerweise einen Zweithund braucht. Ist einer da, ist es gut, wenn nicht, ist es auch in Ordnung. Vor Pferden hat sie von Anfang an nicht die geringste Angst gehabt und wird auch einmal diese bei einem Reitausflug begleiten können. Aber am Wichtigsten ist für die Kleine die Bindung zu ihrem Menschen – da hat sie in den letzten 8 Tagen einen Riesensprung nach vorne gemacht, bei Spaziergängen sucht sie jetzt den Blickkontakt und achtet darauf, in Sichtweite ihrer Pflegerin zu bleiben. Sie verändert sich im Moment (positiv) von Tag zu Tag und wir sind gespannt, was dieses kleine Wesen mit dem großen Herzen noch so alles auspackt.
