Bilder selfen – Hunden helfen

TIERISCH ABRÄUMEN- frei nach dem Motto FOTOS SELFEN-HUNDEN HELFEN starten wir am Samstag, 18.8. und Sonntag 19.8. unsere Sommeraktion ⛱ für die Pensionshunde in der Toskana.
Bei einer Tombola mit coolen und irrsinnigen Preisen könnt ihr für 1€ pro Los bzw. 6 Lose für 5€ dafür sorgen, dass die gequälten und dem Tod geweihten Jagdhunde überleben bis sie ihr Ticket ins Glück gewinnen.
Damit unsere Träume nicht zerplatzen, haben wir uns etwas Besonderes als Begleitprogramm einfallen lassen: Wer das außergewöhnlichste, verrückteste oder auch romantischste Foto mit unserer Bubblemaschine schießt, gewinnt einen Hammerpreis: Hai-ei-ei
Die Gewinner schicken wir mit ihrer Familie in das 🐬Meeresaquarium in Zella-Mehlis.
Ihr wollt mitmachen? Dann kommt zur Wasserkuppe (36163 Poppenhausen/Rhön), wo ihr neben unserem Highlight mit Sommerrodeln, Segelfliegen, Waffeln mampfen, Hochseilgarten, Funpark usw. bespaßt werdet. Ein Tag an der Wasserkuppe, der Spaß bringt und obendrein noch Gutes hinterlässt. 
Ihr könnt nicht kommen? Ab zehn € (12 Lose) ziehen wir euch live vor Ort. Das Zugvideo und eure Preise stellen wir live in die Whatsappgruppe bzw.schicken sie auf euer Handy…Wer kann da noch widerstehen???
Unsere Modells Mila Mausezahn und Pluto ‚Seifenzerplatzangst‘ haben ihr bestes gegeben für unsere Werbefotos-unterstützt die (für den guten Zweck) „gequälten“ Mariechenhunde und kommt vorbei!!! Meldet euch gerne unter unserer Email-Adresse: info@hundehilfe-mariechen.de

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Loswerden

Loswerden

eine gute Headline Schlagzeile um weiterzulesen?

Wenn ich damit Deine Aufmerksamkeit bekommen habe, Du neugierig geworden und bereit bist den Artikel zu lesen, dann freut es mich!

Aber jetzt erstmal Hand auf Herz, welche Assoziation hat Loswerden bei Dir ausgelöst? Loswerden – hier auf der Seite von Hundehilfe Mariechen!?

Ich finde es ist an der Zeit, mal was loszuwerden.

Gerade im Tierschutz können Gefühle manchmal sehr anstrengend werden und damit spreche ich sicherlich vielen aus dem Herzen.

Da war wieder dieser Moment, in dem ich angegriffen wurde, weil ich mich für Auslandstierschutz engagiere. Wieder dieselben Floskeln: „Es gibt ja schliesslich hierzulande ebenfalls viele notleidende Tiere und vollkommen überfüllte Tierheime!“ Doch schlimmer noch peitschte mir die Frage ins Gesicht, wie um Himmels Willen ich mich für Tiere einsetzen kann, wenn doch die Not der Menschen so groß ist.!? Das ist dann die ganz große Nummer, die Frage, die auch mich nicht kalt lässt…. Nebst vorwurfsvollen Blicken erfahre ich Unverständnis, getoppt von verbalen Beleidigungen. Aber Rechtfertigen für etwas, das mir am Herzen liegt?!  

Ich weiß, ich mich muss mich in diesem Moment zurückhalten, denn der Gegenüber wartet regelrecht auf die Konfrontation……

In diesem Moment besinne ich mich vielmehr auf das Motto von Hundehilfe Mariechen:

Handeln statt wegsehen und ich setze insgeheim einen oben drauf: „tun statt reden“

Ich frage mich, ob die Person wohl jemals ein Tierheim von innen gesehen hat? Ich stelle nicht infrage, dass diese Person Sach-, und Futterspenden in das Tierheim von nebenan gebracht, dort Fellnasen ausführt oder sogar einem „Insassen“ ein festes Zuhause geschenkt hat.

Ich frage mich, für was sich diese Person wohl auf der Welt einsetzt? Ich stelle nicht in Frage, dass sie sich für hiesige Tierheime, für den alten, kranken Mann in der Nachbarschaft oder für das Schicksal hungernder Kinder oder Kriegsopfer, einsetzt.

Da ich das Gute im Menschen sehen möchte, lasse ich mich in diesem Moment darauf ein, seinen Vorwurf zu verstehen. Ich stelle mir vor, dass sich diese Person wohl für irgendeine andere Sache auf der Welt engagiert, die ihm am Herzen liegt. Ich weiß, in diesem Moment bin ich nicht da um dort, bei seinem „Projekt“ zu helfen. Aber es ist gut, diese Person und ihre Hilfe dort zu wissen.

Wer also muss sich nun rechtfertigen? Keiner wie ich finde, denn für Hilfe muss man sich weder rechtfertigen noch schämen. Vielmehr sollten wir dem Gegenüber mit Respekt und Rücksicht begegnen, selbst dann, wenn wir seine Auffassung im ersten Moment nicht verstehen. Ein zweiter Blick lohnt allemal. Das wollte ich LOSWERDEN.

Summertime in der Toskana

Sommer in der Toskana- für uns Urlauber ein Genuss, für die Vierbeiner ein Verdruss…

2017 erlebte die Mitte Italiens den heißesten Sommer aller Zeiten. Selbst im Vatikan wurde das Trinkwasser rationiert. Nicht zuletzt deswegen tauften die Metereologen die Hitzewelle mit wochenlangen Temperaturen über 41° C auf den Namen „Luzifer“. Im Süden erreichte das Thermometer sogar 45° C und mehr. Schon für die Menschen war das eine körperliche Strapaze. Es starben viele ältere Leute und auch kleine Kinder an den Folgen der unausweichlichen Hitze. Die Haus- und Nutztiere traf die Hitzewelle ungeschützt und raffte unzählige dahin.

In unseren Tierheimen und vor allem der unterfinanzierten privaten Auffangstationen beginnen nun die Vorbereitungen auf den drohenden Sommer. Bitte helfen Sie mit die bevorstehende Periode für die Hunde aushaltbar zu gestalten. Schon ein kleiner finanzieller Beitrag oder auch eine Sachspende bringen uns weiter!

Wir benötigen diverse Baumaterialien zur Beschattung der Gehege, Planschbecken zur Abkühlung und natürlich gutes Futter, besonders auch für die nun wieder vermehrt erwarteten Welpen. Kühlende Unterlagen und medizinische Hilfsmittel wie SCALIBOR- Halsbänder und allgemeinen Parasitenschutz stehen auch auf unserer To-do-Liste. Die Überträgermücke der gefürchteten Mittelmeerkrankheiten kann nur mit diesem speziellen Produkt abgehalten werden. Sollten Sie einen Aufenthalt im Süden Europas planen, denken Sie bitte unbedingt daran ihren eignen Vierbeiner  vor der Infektion zu schützen.

Mit Ihrer Spende unter dem Stichwort „Sommerspaß“ oder Ihrer Sachspende (Lieferadresse auf Anfrage) können Sie einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz leisten. Unsere bedürftigen Hunde und auch wir als engagierte Helfer freuen uns sehr über jede noch so kleine Unterstützung. Einen schönen und erholsamen Sommer wünscht Ihnen Ihr Hundehilfe-Mariechen-Team

Dringend Hilfe für Maia benötigt

Die 6-jährige Segugio Maremmano-Hündin Maia ist seit Anfang Mai in Deutschland auf ihrer Pflegestelle. Sie genießt die Aufmerksamkeit und Fürsorge ihrer Pflegefamilie und kommt prima mit dem Rüden der Familie (ebenfalls von uns vermittelt) zurecht.

Für Maia könnte das Leben so schön sein… aber sie hat Schmerzen.
Ihrer Pflegefamilie fiel auf, dass sie immerzu trabt, nicht langsam gehen mag und sich weigert, Sitz zu machen. Ein Tierarztbesuch ergab eine schwerstgradige, angeborene Hüftdysplasie mit einer starken Arthrose. Maia muss unvorstellbare Schmerzen haben. Aktuell bekommt sie Schmerzmittel und Muschelkalkpräparate. Damit wir mit der für Maia notwendigen Therapie beginnen können, sind wir auf Spenden angewiesen. Der Tierarzt schätzt die Behandlungskosten auf etwa 2.500 bis 3.000 Euro. Dazu kommen Tierarztbesuche, die Schmerzmittel, die sie bis zur Behandlung bekommt, und Muschelkalkpräparate.

Maia will rennen, toben, ständig bei ihrem Pflegefrauchen sein – aber die Schmerzen zwingen sie, immer öfter liegen zu bleiben. Sie soll nicht unter Schmerzen zuschauen, wie alle Spaß haben – sie soll mitmachen können!

Für unseren Verein stellt diese Summe eine riesige Herausforderung dar, der wir uns für Maia stellen werden. Aber leicht wird es nicht. Sind Sie dabei?

Ihre Möglichkeiten, Maia zu helfen:
1. Überweisen Sie eine Spende.

Egal, wie viel Sie entbehren können – es wird Maias Therapie näher rücken lassen.

Überweisungszweck: Hilfe für Maia
Hundehilfe Mariechen e.V.
Kreissparkasse Höchstadt/Aisch
IBAN: DE29763515600425152121
BIC: BYLADEM1HOS

🐕Wer mindestens 15 € spendet, bekommt auf Wunsch ein maßgeschneidertes Halsband für seinen Vierbeiner. Falls Sie sich ein Halsband sichern wollen, schreiben Sie uns bitte unbedingt zusätzlich zu Ihrer Spende eine Privatnachricht über Facebook oder eine Mail an jasmine.wemmer@hundehilfe-mariechen.de, damit wir Ihre Adresse und alle Angaben zum Halsband aufnehmen können.

2. Bestellen Sie bei uns selbstgemachte Schnüffelteppiche, Zergel oder Hundeleinen und machen Sie so zwei Hunde glücklich – Maia und Ihren eigenen.

Schreiben Sie uns eine Nachricht mit Ihrer Bestellung an jasmine.wemmer@hundehilfe-mariechen.de.
Unsere Preise:
Schnüffelteppich 30 x 30 cm: 13 €
Zergel (Ziehspielzeug) ca. 40 cm: 4 €
Zergel (Ziehspielzeug) ca. 20 cm: 2,50 €

Kleine Zergel  

Leine 1,10 m: 10 € (auf dem Bild oben mittig)
Leine 1,40 m: 12 € (mittlere und untere Reihe)
Leine 1,80 m: 15 € (auf dem Bild oben rechts)

Plus 2,50 € Versandkosten

Weitere Aktionen für Maia sind in der Planung. Wir geben Ihnen Bescheid. 

Sie haben auch eine Idee, um Geld für Maia zu sammeln? Sie möchten vielleicht eine Aktion für Maia starten oder eine Spendenkasse in Ihrem Geschäft oder Restaurant aufstellen? Schreiben Sie uns gerne eine Nachricht – wir freuen uns über Unterstützung.

Wir sagen in Maias Namen schon jetzt Danke.

Der groooooße Ostertransport 2018

Kurz vor Ostern starteten zwei Transporter Richtung Italien. Viele Spenden haben uns vorher erreicht, so daß wir vollgepackt mit Futter und Sachspenden unsere Kollegen und Kolleginnen vor Ort ihre schwere Arbeit etwas erleichtern und den Hunden was Gutes tun konnten.

42 Hunde sollen mit zurück, dementsprechend viele Boxen waren an Bord.

Vorerst galt es jedoch die Tierheime und privaten Pflegestellen zu besuchen. Alte bekannte Hundenasen begrüßen, Scalibor Halsbänder verteilen (diese schützen vor der fiesen Sandmücke), neue Hunde aufnehmen, fotografieren und vermessen. Natürlich auch schmusen, spielen und kleine Spaziergänge.

Es tut schon sehr weh, wenn man vielen der Hunde wieder begegnet, die schon in den Besuchen zuvor dort waren. Sie scheinen immer wieder übersehen zu werden.. zu alt, zu groß, zu klein, zu schwarz, zu ängstlich, keine Rute..

Am Ostersamstag werden die 42 Glückshunde gut verzurrt in die Transporter verteilt. Richtung  Zuhause oder Pflegestelle ist der Weg nur nebensächlich. Alle haben eine unschöne Vergangenheit hinter sich und werden sich in den nächsten Wochen und Monaten wahrlich verwandeln. Das Fell wird glänzen, die Augen strahlen, die Ohren gespitzt. Auch Angst und Unsicherheit werden immer mehr in den Hintergrund rücken.

Am Sonntag früh um 0730 Uhr warteten schon die ersten Neuhundehalter und fleißigen Helfer. Papiere und Verträge tauschten die Besitzer. Immer mehr Menschen füllten den gut eingezäunten Platz. Große Freude in allen Gesichtern, als endlich die Transporter ankommen. Erschöpfte Fahrer, aufgeregte und vorsichtige Hunde, glückliche Familien.

Wir wünschen allen Mariechenhunden und ihren Menschen einen guten Start ins neue Leben. Bleibt gesund, schnüffelt durch den Wald, lauft über grüne Wiesen, genießt das gute Futter und lasst euch am Ende des Tages gut durchkraulen.

All den Helfern, Spendern, Familien, Freunden und Zugewandten ein großes Dankeschön!

 

 

 

Kleine Italienerin verzaubert Alle

Kleine Italienerin verzaubert alle bei „Superpet“ und ermöglicht großzügige Spende an unseren Verein.
Erst im Dezember`2017 hatte das Lagottomädchen Bianca das große Los gezogen und durfte nach Deutschland zu “ Ihrer “ Familie reisen.
Zusammen mit Frauchen wird seitdem normales Hundeleben trainiert, wozu natürlich auch regelmäßige Shoppingtouren zum Heimtierbedarf gehören.
Bei „Superpet“ schlossen alle die schüchterne Italienerin gleich in ihr Herz und fragten nach…..
So erfuhr die Marktleitung von der Hundehilfe Mariechen e. V. und ihren Einsätzen für die Hunde in Italien. Bianca`s Frauchen schlug unseren Verein für die Weihnachtspendenaktion vor.
Mit dem Verkauf von Plüschschildkröten um die Weihnachtszeit und Spenden konnte eine Erlös von € 10.000,00 erzielt werden, der zur Unterstützung der Tierschutzarbeit an div. Vereine weitergegeben wurde.
Gestern, am 08.03.2018, wurde bei Superpet in Mainz-Bretzenheim der Hundehilfe Mariechen e. V. der stattlicher Betrag von € 500,00 in bar überreicht.
Selbstredend durfte bei der Übergabe Bianca, Frauchen und Hundefreund Barcano nicht fehlen, die diese tolle Aktion für uns ermöglicht haben.
Tausend Dank dafür, auch an Superpet.
Da das Frühjahr vor der Tür steht und unsere Hunde in Italien wieder zum Schutz gegen Mittelmeererkrankungen mit Scalibor Halsbändern ausgestattet werden, können wir diese Finanzspritze sehr gut gebrauchen.
Wer uns hier finanziell noch unterstützen will, kann dies gerne tun mit einer kleinen Spende auf unser Vereinskonto mit dem Verwendungszweck “ Scalibor „.
Vielen lieben Dank.

Liebeserklärung an (m)einen alten Hund


Liebeserklärungen an (m)einen alten Hund

Als ich Nerino aus dem italienischen Canile holte, war er ein schwarzer, halbgrosser, langhaariger, verfilzter, kotverdreckter Köter. Obwohl er mich schon drei Jahre kannte, brauchte ich immer mehr als 5 Minuten, um ihm das Geschirr für den kurzen möglichen Spaziergang anzulegen. Bei jeder Annäherung sprang er einen halben Meter zurück und kreiste aufgeregt in der Box. Wenn ich ihm aber den Rücken zuwandte, um einen seiner Box Kollegen anzuleinen, stieß er mich mit der Pfote von hinten an: „ich auch“. Keiner hat ihn je gewollt, scheu, ängstlich, unkommunikativ, ja, sie sagten sogar, er würde beissen und schwarze Hunde sind nicht sehr beliebt in Italien. Als sehr junger Hund kam er in den ersten Canile, dann in andere, und so wurden es 11 Jahre hinter Gittern, schlecht gefüttert, lieblos behandelt, auf kaltem, außer im Sommer immer nassen Zementboden, in der gleichen Box mit großen, dominierenden Rüden, vielleicht hie und da mal , wenn das Personal guter Laune war, 10 Minuten im Auslauf , rennen auf Gras. Erst mit der Ankunft einer Tierschutzvereinigung in diesem Canile wurde Nerino manchmal ausgeführt. An der Leine lief er schnell nebenher, Kopf gesenkt und Rute eingeklemmt, kaum dass er sich von einem Geruch ablenken ließ, aber immer in Erwartung eines Leckerlis aus der Tasche der Freiwilligen. Der große Lichtblick im Leben von Hunden im Canile. Alle Pflegeversuche mit der Bürste waren erfolglos, sie mündeten in einem wilden Tanz um die Box.

Zwei Jahre vorher hatte ich einen seiner Box-Genossen mitgenommen, ein Bretone, 12 jährig, der nach jahrelanger Jagdtätigkeit und unzähligen gerannten Kilometern vor Arthrose kaum noch gehen konnte. Tatsächlich meinte der Tierarzt, es sei theoretisch quasi unmöglich, mit diesen Gelenken zu laufen. Mit einem sorgfältig dosierten Rheumamittel konnte er dann aber noch zwei Jahre laufen, auf der Promenade am Meer entlang schnüffeln, im Garten graben, sich auf einem weichen Kissen im Winter beim Ofen aufwärmen und mich endlos mit seinem unwiderstehlichen Charme bezirzen. Nun war er tot, wie sie in Italien so poetisch sagen: „er rennt nun glücklich und frei auf dem Regenbogen“. Schön, aber für mich falsch. Sich mit Gerechtigkeit nach dem Tode zu trösten – die dann all die Ungerechtigkeiten ausgleichen soll, die wir Menschen den uns ausgelieferten Kreaturen zufügen- ist mir zu unverbindlich und auch zu gefährlich.

Nun war also wieder Platz in meiner Wohnung und in meinem Garten für einen, den keiner wollte. Selber alt, kam nur ein alter Hund in Frage, er sollte mich auf keinem Fall überleben und wieder in einem Canile landen. Einer, der das Leben ruhiger angeht, der kürzere Spaziergänge vorzieht, dem ich nicht so wichtig bin, das er mich bei jeder Gelegenheit bellend verteidigen muss, der weder Stühle noch Bücher annagt, der nicht auf meinen Teppich pinkelt, der später auch zufrieden ist mit der kleineren Wohnung, in die ich ziehen werde. Kurz, einer wie Nerino. Dass er komplett verschieden ist von meinem viel beweinten Carlos war gut, Nerino sollte einen eigenen, neuen Platz in meinem Herzen erhalten. Carlos bleibt.

Nun leben wir schon 1 ½ Jahre zusammen, Nerino und ich, wir sind aus Italien nach Deutschland umgezogen und haben uns angepasst. Na ja, Nerino ist immer noch ein unruhiger Hund, an der Leine dreht er öfters elegante Pirouetten um mich, mit Schirm und Handtasche stehe ich dann eingewickelt da und wünsche mir die vier oder acht Hände eines Shivas. Lässt es die Leine zu, kreuzt er von einer Seite auf die andere vor meinen Füssen. Ich gucke jetzt besser, wo ich meine Füße hinsetze. Geht es nach Hause, galoppiert er manchmal wie ein Vollblutpferdchen an der Leine, weil er in die Sicherheit seiner gewohnten Umgebung will. Überhaupt ist Nerino die verkörperte Eleganz, er geht elegant, er tänzelt an Ort, er legt sich eleganter hin als Marlene, er isst delikat wie eine wohlerzogene Lady, er nimmt einen Bissen aus der Schüssel, legt ihn daneben, beriecht ihn, beißt ein kleines Stück ab, kaut genüsslich. Was ich elegant nenne, nennt die Tieraerztin „Steifer Altersgang, beginnende Demenz, Zahnproblem“ Aber ich weiß es besser! Unterdessen weiß ich auch, dass unsere Zeit zusammen begrenzt sein wird, außer dem Katarakt in beiden Augen und der Arthrose in vielen Gelenken wächst auch still und heimlich der Lebertumor weiter. Ferienplanungen für dieses Jahr werden gekappt, Nerino kostet ganz schön, damit muss man absolut rechnen, wenn man sich einen alten Hund ins Haus nimmt. Muss er in eine Hundepension, ist er so gestresst, dass er mindestens zwei Tage nichts frisst, nicht gut, er ist ohnehin zu mager. Apropos Leine, Sie sollten sehen, wie er sich in der Stadt beträgt, da wird er zum wohlerzogensten Hund den ich kenne- er fürchtet sich wahrscheinlich in unbekannter Umgebung- er steht geduldig  im Drogeriemarkt  vor dem Deo-Regal, bis ich mich entschlossen habe, geht eng an mich gepresst zwei Schritte vor, stoppt, zwei Schritte vor, stoppt in der Warteschlange an der Kasse. Im Café legt er sich nieder und betrachtet interessiert das Geschehen auf der Straße. Besonders gerne schaut er Kindern zu. Würdevoll sind auch unsere Begegnungen mit anderen Hunden an der Leine. Während Große oder Kleine, Dackel oder Schäfer zähnefletschend, hechelnd, an der Leine zerrend den Angriff planen, gehen wir beide ruhig  vorbei, Nerino mit einem einem Seitenblick oder kurzem, verächtlichen Schnauben, ich mit einem mitleidigen Lächeln. Unterdessen schnüffelt er auch interessiert am Straßenrand. Obwohl er ein unkastrierter Rüde ist, markiert er nicht, er liest die hinterlassenen Messages, hinterlässt aber selber keine, es scheint, dass wir beide uns auch über das Verhalten im sozialen Netzwerk einig sind. Nerino rennt immer noch sehr gerne, ich kann ihn aber nicht frei laufen lassen, er trabt los und weiter, immer weiter, wenn er dann endlich stoppt, kann er mich nicht mehr sehen, weil seine Sehkraft  so schwach geworden ist und er findet nicht zurück. Aber an der Auszugleine kann er nun doch ein wenig rennen, dann bleibt er stehen und sieht sich um nach mir oder kommt zurück, ich bin sehr stolz auf diesen einen Erfolg meiner schwachen Erziehungsversuche. Ist keiner da, lasse ich ihn vor dem Haus oder in der Tiefgarage von der Leine, damit er das letzte Stück nach Hause frei rennen kann, das tut er in großen Sprüngen mit erhobener Rute, der ganze alte Hund Freude auf dem Weg zum Ort, wo er  zuhause ist.

Habe ich schon gesagt, wie hübsch Nerino jetzt ist mit seinem glänzenden schwarzen Fell und der distinguierten grauen Schnauze? Wir bekommen dauernd Komplimente. Ach Nerino, wie schmerzlich wird es sein, wenn Du gehen musst, warum tue ich mir das an? Ganz einfach: wenn du Dich beim Aufwachen am Morgen auf den Rücken drehst, um dir von mir den Bauch kraulen zu lassen, dann denke ich an den Köter im Canile, und ich weiß ganz genau, warum ich es tue.

Mariechen-Kalender und -Leinen

Limited Edition – HhM Merchandise

 

Eine kleine Auflage handgemachter, eleganter Hundeleinen mit Biokunstlederemblem und Hundehilfe Mariechen-Logo wechseln für gerade mal 15 € den Besitzer. Ein tierlieber Schneider mit Talent und Herz hat die schönen, tannengrünen Leinen gefertigt und seine Arbeitszeit gespendet. Die Leinen sind 1,5 m lang und robust. Die schicke Leine ist ein Statement für den Tierschutz, mit dem Sie Flagge bekennen. Oder eben einfach Gassi gehen. Bei Wind und Wetter. Und nebenbei mit dem Kauf einer Leine Gutes tun. Kurzum die Leine ist das Must-Have für den Vierbeiner. Vom Trendsetter bis zum stilsicheren Dackel – mit der Hundehilfe Mariechen Leine liegen Sie garantiert richtig.

Eine gute (Bastel)Fee hat uns angeboten, DIN A4- Kalender mit Bildern glücklicher und noch wartender Mariechenhunde zu basteln. Ein Kalender käme auf rund 10,-€ inklusive Versand. Highlight: als Kalenderkäufer können Sie ein Foto von Ihrem Mariechenschatz beisteuern, indem Sie es der Bestellung – mit der Bitte um Verwendung im Kalender – ergänzen. Die Frau hinter den hübschen Kalendern ist so lieb, die Produktionskosten der ersten 25 Kalender komplett zu übernehmen – das heißt für einen Kalender haben Sie etwas Schönes im Wohnzimmer und obendrein 2 Tage einem armen Hund die Existenz gesichert. Wenn das mal keine guten Gründe sind?

Schreiben Sie uns eine Nachricht, wenn Sie Interesse an Kalendern oder Hundeleinen haben. Wir brauchen die Bestellmenge und Adresse und geben Ihnen Bescheid, ob noch Leinen da sind. Wenn ja, nennen wir Ihnen das Konto für die Überweisung und sobald das Geld da ist, macht sich Ihre Leine auf den Weg zu Ihnen. So einfach und schön kann Tierschutz sein.

Der komplette Erlös wird – wie immer – unserer Schützlinge in Italien zugute kommen.

Wie gefährlich ist Leishmaniose?

Wie gefährlich ist Leishmaniose?

Immer mehr Hundebesitzer haben schon einmal von „Leishmaniose“ gehört. Einige haben sogar einen Hund, der „Leishmaniose-positiv“ ist. Und manche fragen sich, ob sie es riskieren sollen, einen Hund mit dieser Infektion bei sich aufzunehmen. Welche Chancen hat ein infizierter Hund? Könnte sich ein gesunder Hund bei einem infizierten Artgenossen anstecken? Oder könnte ein Leishmaniose-positiver Hund die Erreger auf Menschen übertragen? Hundehilfe Mariechen hat Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengetragen.

  • Wie wird die Leishmaniose übertragen?

Der häufigste Übertragungsweg vollzieht sich über den Stich einer Sandmücke. Wenn sie bei einem infizierten Hund Blut gesaugt hat, dauert es allerdings mindestens fünf bis acht Tage, bevor sie einen anderen Hund anstecken kann, weil der Parasit so lange braucht, um bestimmte Entwicklungsstadien zu durchlaufen und wieder die infektiöse Form für den Hund bzw. auch für den Menschen anzunehmen. Es ist aber im Ausnahmefall auch möglich, dass ein Leishmaniose-positiver Hund die Erreger auf gesunde, also nicht-infizierte Artgenossen überträgt, z.B. im Rahmen einer Beißerei. Daneben gibt es noch andere Übertragungswege, z. B. durch den Deckakt über das Sperma oder vom Muttertier per gemeinsamem Blutkreislauf auf die ungeborenen Welpen. Wird eine Leishmaniose-positive Hündin trächtig, werden bis zu 75% ihrer Welpen schon im Mutterleib angesteckt. Und hat ein Hund bereits Symptome, kann auch eine Übertragung über Speichel, Bindehaut-Sekret oder Urin erfolgen.

  • Wie viele infizierte Hunde gibt es in Deutschland?

Man schätzt, dass mittlerweile rund 100.000 Leishmaniose-positive Hunde in Deutschland leben.

  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland von einer Sandmücke gestochen zu werden?

Noch ist die Wärme liebende Sandmücke in Deutschland nicht sehr verbreitet. Es gibt aber regional begrenzte Vorkommen – beispielsweise in Baden-Württemberg entlang des Rheingrabens sowie in Rheinland-Pfalz im Raum Kaiserslautern und Saarbrücken. Die Sandmücken sind hier nicht eingeschleppt, sondern es handelt sich um natürliche Populationen. In der genannten Region in Rheinland-Pfalz wurden auch schon einige Fälle von Leishmaniose bei Hunden festgestellt, die nicht aus dem Ausland kamen und auch niemals dorthin verreist waren. Auch sonst gab es keinen anderen möglichen Infektionsweg als den Stich der Sandmücke. Im Zuge der Klimaerwärmung werden sich die Sandmücken voraussichtlich immer weiter in Richtung Norden ausbreiten. Da ein gewisser Prozentsatz der Sandmücken Träger bzw. Überträger der Leishmanien ist, wird dadurch die Anzahl der Leishmaniose-Fälle auch hierzulande zunehmen.

  • Welche Symptome sind typisch für eine Leishmaniose?

Die Leishmanien können Haut, Schleimhaut oder Organe schädigen. Hunde haben meist Mischformen, d. h., es sind sowohl die inneren Organe als auch die Haut betroffen. Fast nie treten alle Symptome gemeinsam auf, so dass es oft nicht einfach ist, Leishmaniose zu erkennen. Dies umso mehr, als die Zeit zwischen dem verhängnisvollen Insektenstich und den ersten Symptomen (Inkubationszeit) einige Monate bis zu sieben Jahre betragen kann. Lymphknotenschwellungen, Durchfall, allgemeine Trägheit, Gewichtsverlust, Zahnfleisch- und Nasenbluten, Haarausfall, blutige oder schuppende Ekzeme vor allem an den Ohren, im Gesicht, an Gelenken und über Knochenvorsprüngen, sind Hinweise. Aber auch auffallend starkes Krallenwachstum oder Veränderungen an den Ballen können ein Zeichen für Leishmaniose sein. Hinweisende Symptome sind z. B. Haarverlust um die Augen herum und Veränderungen der Ohrränder sowie offene Wunden, ohne dass es zu Verletzungen gekommen wäre.

  • Unter welchen Umständen besteht eine Ansteckungsgefahr für den Menschen?

Wenn der Leishmaniose-positive Hund offene Wunden oder Geschwüre hat und mit einem Menschen in Kontakt kommt, der ebenfalls eine offene Hautstelle beispielsweise durch eine Verletzung hat, ist theoretisch eine Übertragung möglich. Die geschieht aber ausschließlich durch den direkten Kontakt der wunden Stellen von Hund und Mensch.

  • Sollte ein Leishmaniose-positiver Hund nicht grundsätzlich eingeschläfert werden?

Ein Leishmaniose-positiver Hund kann bei frühzeitiger und adäquater Behandlung ein weitestgehend symptomfreies Leben führen und ein hohes Lebensalter erreichen. Daher ist eine Euthanasie keinesfalls zu rechtfertigen. Allerdings will es gut überlegt sein, ob man einen solchen Hund aufnehmen möchte, insbesondere, wenn sein neues Zuhause ein Mehrhunde-Haushalt ist und sich darunter vielleicht ein älterer, chronisch kranker Hund befindet, dessen Immunsystem nicht mehr richtig arbeitet. Dasselbe gilt natürlich, wenn Menschen mit unzureichender Immunkompetenz im Haushalt leben wie sehr kleine Kinder oder Betagte, die gebrechlich und krank sind. Vorsicht ist in diesen Fällen eindeutig geboten. Infizierte Tiere bedürfen definitiv einer Behandlung, da es sich bei der Leishmaniose um eine chronische Erkrankung handelt, die schwere Formen annehmen kann und nach heutigem Kenntnisstand nicht heilbar ist. Unbehandelt führt die Erkrankung oft binnen sechs bis zwölf Monaten zum Tod.

  • Was ist mit Hunden, die zwar laut Blutuntersuchung „positiv“ sind, aber nie Symptome bekommen?

Bei diesen Hunden arbeitet das Immunsystem so gut, dass es den Erreger so weit in Schach halten kann, dass die Erkrankung niemals ausbricht. Diese Hunde haben meist einen sehr niedrigen Antikörpertiter, der mit der Zeit auch verschwinden kann. Aber das heißt nicht, dass der Hund komplett frei bzw. geheilt ist. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Erreger im Körper bleiben. Leishmanien verstecken sich in bestimmten Zellen, beispielsweise des Knochenmarks. Das Ansteckungsrisiko ist in diesen Fällen allerdings sehr gering.

  • Die meisten „positiven“ Hunde werden mit dem Wirkstoff Allopurinol behandelt. Wie teuer sind diese Medikamente?

Allopurinol, das übrigens keine nennenswerten Nebenwirkungen hat, wird in Tablettenform zweimal täglich verabreicht, meist für längere Zeit. Es ist ein sehr preisgünstiges Medikament. Für einen 20-Kilo-Hund zum Beispiel entstehen Kosten in Höhe von wenigen Euro pro Monat. Braucht der Hund außer Allopurinol noch etwas anderes, weil deutlichere Symptome auftreten oder der Antikörpertiter sehr hoch ist, setzt der Tierarzt entweder Milteforan oder Glucantime ein. Mit Glucantime belaufen sich die Kosten für einen 20-Kilo-Hund bei vierwöchiger Behandlung auf etwa 110 Euro. Wenn man Milteforan verwendet, kommt man auf ca. 200 Euro. Allerdings entscheidet über den Preis auch die Einkaufsquelle. Da die Medikamente in Deutschland nicht zugelassen sind, müssen sie über eine internationale Apotheke bestellt werden. Milteforan oder Glucantime werden aber nur über vier Wochen gegeben und anschließend der Therapieerfolg beurteilt. Über längere Zeit wird nur das Allopurinol eingesetzt.

  • Was bewirkt Allopurinol im Körper?

Allopurinol tötet die Leishmanien nicht ab, sondern sorgt dafür, dass sie sich nicht weiterentwickeln bzw. vermehren können. Milteforan und Glucantime wirken leishmanizid, sprich: sie töten die Erreger ab. Was aber eben leider keine den Erreger komplett eliminierende Wirkung hat. Man kann so aber die Erregerlast deutlich senken.

  • Kann das Allopurinol irgendwann abgesetzt werden?

Es gibt Hunde, die keine Symptome und einen niedrigen Antikörper-Titer haben. Das bedeutet in Abhängigkeit von dem verwendeten Testsystem in Zahlen z. B. einen Titer von 1:50 bis 1:100 im sogenannten IFAT-Test oder 7-15 im ELISA-Test. Hohe Titer sind Werte über 1:800 bzw. über 45. Bei Hunden mit einem niedrigen Titer kann man in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt bzw. der Tierärztin nach einer gewissen Zeit oft zu einer Intervallbehandlung übergehen. Dies bedeutet, dass der Hund nur in den ersten sieben Tagen des Monats Allopurinol bekommt. Es ist ratsam, Allopurinol nicht länger als zwei bis drei Jahre ununterbrochen zu geben. Es ist zwar durchaus gut verträglich, kann aber eine Harnsteinbildung fördern. Die meisten Hunde vertragen das Medikament sehr gut, insbesondere wenn man bei der Ernährung darauf achtet, dass sie purinarm und insgesamt etwas proteinreduziert zusammengesetzt ist. Dies vermindert das Risiko der Kristallbildung in den ableitenden Harnwegen.

  • Wie oft sollte der Hund tierärztlich untersucht werden und was wird dabei untersucht?

Empfehlenswert sind anfänglich vierteljährliche, später halbjährliche Kontrollen. Dabei sollte nicht nur der Antikörper-Titer bestimmt werden, sondern immer auch ein großes Blutbild mit einer Elektrophorese angefertigt werden, damit man sieht, wie es um die Antikörper und einzelne Eiweißkörper bestellt ist. Die Elektrophorese ist sehr häufig bei Entzündungen verändert, aber auch zum Beispiel bei Nierenproblemen, die noch im Verborgenen ablaufen. Das funktionsfähige Gewebe der Niere kann bis auf ein Drittel zusammenschrumpfen, bevor man dem Hund etwas anmerkt. Darüber hinaus ist eine Harnuntersuchung ratsam. Beispielsweise zeigt der Protein/Kreatinin-Quotient, UPC abgekürzt, an, ob die Nierenfunktion normal ist.

  • Reicht die Bestimmung des Antikörper-Titers?

Je nach Immunitätslage des Körpers werden noch keine Antikörper gebildet, es kann sich aber schon etwas im Körper abspielen. Der Hund kann infiziert sein, man merkt es aber nicht, weil keine Antikörper nachweisbar sind. Deshalb wird oft der direkte Erregernachweis aus Proben von Lymphknoten, Milz, Knochenmark, Bindehautabstrich, Urin oder Maulhöhle empfohlen.

  • Wie zuverlässig ist der so genannte Mittelmeertest?

Wichtig zu wissen ist, dass die Leishmaniose häufig in Kombination mit anderen Infektionen auftritt, in der Regel mit Ehrlichiose, aber auch mit Babesiose und weiteren Infektionen. Deshalb sollte auch auf die Erreger dieser Erkrankungen untersucht werden. Oftmals besteht zuerst die Ehrlichiose, die wiederum die Infektion mit anderen Erregern begünstigt.  

  • Sollte jeder Hund, der aus dem Mittelmeerraum kommt, untersucht werden?

Dies ist absolut anzuraten. Nach einigen Monaten sollte der Test auf Mittelmeerkrankheiten noch einmal wiederholt werden. Empfohlen von der ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) sind Tests auf Leishmaniose, Dirofilariose (Herzwurm), Babesiose und Ehrlichiose. Zusätzlich kann noch die Untersuchung auf Anaplasmose und Hepatozoonose ratsam sein.

  • Kann ein ruhiges, strukturiertes Zuhause einem Leishmaniose-positiven Hund helfen, mit der Infektion gut klarzukommen?

Die Psyche des Hundes entscheidet stark mit, wie das Immunsystem aufgestellt ist. Alles, was Stress verursacht, behindert Heilung. Auch Unterernährung, Kälte und Monotonie, wie sie oft in Auffangstationen und Caniles herrschen, dämpfen das Immunsystem. Daher ist neben der medikamentösen Therapie das Umfeld entscheidend für den Behandlungserfolg.

  • Was sollte man zur Prophylaxe tun, wenn man in die Mittelmeerregionen reist – ob nun mit oder ohne seinen Hund?

Das sind ganz einfache Maßnahmen: In der Dämmerung nicht ohne Mückenschutz unterwegs sein und nicht auf normale Moskitonetze vertrauen, denn die Sandmücke ist so winzig, dass sie durch die Maschen passt. Wenn der Hund mitreist, sollte er ein Insektenschutz-Halsband tragen oder regelmäßig alle 14 Tage ein Spot-on bekommen. Und natürlich nachts nicht draußen schlafen müssen …

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen den persönlichen fachlichen Rat nicht ersetzen können!

L‘ inverno caldo – Wärme für frierende Hunde

Helfen Sie mit!

Aktion L’inverno caldo oder Gemeinsam Hunde(-Seelen) wärmen

Gibt es etwas Schöneres, als nach einem ausgedehnten Winter-Spaziergang nach Hause zu kommen, sich mit einer Tasse Tee und ein paar Plätzchen aufs Sofa zu kuscheln und zuzusehen, wie einem wohlig müden Hund die Augen schon im Sitzen zufallen? Und später seinen tiefen Atemzügen oder seinem vertrauensvollen Schnarchen zuzuhören …   Was schenkt mehr Behaglichkeit und inneren Frieden?

Wir alle wissen, dass es viele Hunde gibt, die noch nie ein geheiztes Zimmer betreten haben, geschweige denn eng angeschmiegt an ihren Menschen auf einem Sofa liegen durften. Dieser Gedanke tut vielen Menschen weh. So auch einer anonymen Spenderin, die mit sage und schreibe 2000 Euro ein Zeichen gegen diesen Schmerz setzen wollte und mit der großartigen Summe für ein halbes Jahr zwei warme Plätze in der Hundepension Gli Amici di Argo in Arezzo gebucht hat. Wir von Hundehilfe Mariechen durften bestimmen, welche Hunde hier einziehen sollen.

Unsere Wahl fiel auf sechs Setter-Welpen. Sechs? Ja, Sie lesen richtig! Dieses mathematische Kunststück ist der Pensionsleiterin Donatella und ihrer Herzensgüte zu verdanken. Sie stellte kurzerhand folgende Rechnung auf: „3 kleine Hunde = 1 großer Hund“. Donatella könnte die Pensionsplätze deutlich lukrativer an italienische Hundebesitzer bzw. deren Vierbeiner vergeben. Die Plätze sind begehrt, und gerade über Weihnachten ist sonst alles ausgebucht, denn auch italienische Familien wollen in dieser Zeit verreisen, und viele suchen jetzt nach einer Betreuung für ihre Lieblinge.

Donatella verzichtet großzügig auf etliche Einnahmen, um uns bzw. den Hunden, die noch kein Zuhause gefunden haben, zur Seite zu stehen. Die Generosität von Donatella und die gigantische anonyme Spende haben uns umgehauen – und beflügelt, das Projekt L’inverno caldo (= der warme Winter) ins Leben zu rufen, eine Kooperation zwischen der Pension Gli Amici di Argo und Hundehilfe Mariechen.

Bitte helfen Sie uns dabei, weitere Pensionsplätze zu buchen! Jeder Betrag ist willkommen! Es kostet 150 Euro, einen Hund einen Monat lang in dieser umsorgenden Pension gut durch den Winter zu bringen. Wir wollen es schaffen, vor allem älteren und mageren Hunden, die extrem unter der Kälte leiden, einen warmen Winter zu schenken. Die Gegend um Arezzo ist neben der Region um Pistoia das kälteste Gebiet der Toskana.

Lassen Sie uns gemeinsam Hunde(-Seelen) wärmen!

 

Kontakt:

Diana Vogt
erreichbar: ab 18 Uhr
Festnetz: 0931/4174361
Mobil: 015904129461