Jahresrückblick 2020

Unser Jahresrückblick: 2020 in Zahlen 🐕🥰
Was war das nur für ein Jahr! Es hielt einige Herausforderungen für uns bereit, machte uns so manches Mal einen Strich durch die Rechnung und bewies uns einmal mehr, was für eine wundervolle Mariechen-Community hinter uns steht und wie viel wir gemeinsam erreichen können. Dafür können wir nicht oft genug DANKE sagen. 🥰
Im April fand wieder unsere große Auktion statt, die sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit erfreute. Mehr als 80 Artikel und Dienstleistungen wie Hundefotoshootings und Porträtzeichnungen wurden versteigert – der gesamte Erlös kam unseren Schützlingen zugute.
Unser regulär monatlich abgehaltener Mariechen-Stammtisch hat nur Anfang des Jahres stattgefunden. Um nicht zur Verbreitung des Virus beizutragen und den Regelungen der Regierung Folge zu leisten, haben wir den Mariechen-Stammtisch erstmal pausiert.
Bedingt durch die Pandemie war es uns einige Wochen lang nicht möglich, einen Transport zu fahren. In dieser Transportpause konnten wir 31 Hunde von Pflegestellen in Deutschland vermitteln. Mit 9 Transporten im Jahr 2020 haben wir 148 Hunden ein neues Leben ermöglicht. Insgesamt wurden von Pflegestellen oder direkt aus Italien 179 Fellnasen durch uns vermittelt. Auch die Corona-Spendenaktion war ein voller Erfolg: Von den Spenden konnten mehrere Monate Pensionskosten finanziert werden.
Josera Heimtier hat uns auch in diesem Jahr mit Futterspenden unterstützt. Mit einer Spedition wurden uns sage und schreibe 2.100 kg Hundefutter geliefert. Zudem hat Josera uns zweimal jeweils 800 kg Futter gespendet.
Am 13.09.2020 waren wir auf der Ochsenfurter Hundemesse vertreten, wo wir viele spannende Gespräche geführt und über unsere Arbeit informiert haben. Die Organisatoren haben uns darüber hinaus mit einer großzügigen Spende aus dem Erlös der Messe bedacht.
Im Oktober gelang es uns, die wegen Corona mehrfach verschobene Mitgliederversammlung abzuhalten – wenn auch im kleineren Kreis als üblich. Am selben Wochenende fand unsere Mariechenwanderung in Muggendorf statt. 40 Menschen mit 50 Hunden kamen – mit Abstand zusammen – und wanderten durch die Fränkische Schweiz.
Auf dem Zwergerl-Fest bei der Hundeschule around-dogs haben wir mit einem Infostand teilgenommen, über unsere Schützlinge, den Tierschutz vor Ort und Möglichkeiten, uns zu unterstützen, informiert. Wir führten zahlreiche positive Gespräche und freuten uns über das Interesse an unseren Hunden.

Für Mitte Dezember war eine einwöchige Charity-Pot-Party im  – LUSH Würzburg  – geplant. Wegen des Corona-Shutdowns am 16. Dezember konnte die Charity-Pot-Party leider nur an 2 Tagen stattfinden.

Aus unserer beliebten Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ wurde in diesem Jahr „Weihnachtswunder ohne Schuhkarton“. Es konnten – und können noch immer – virtuell Päckchen geschnürt werden, um beispielsweise Futter, Medizin oder rettende Pensionsplätze zu finanzieren. Auch die Anschaffung eines dringend benötigten Hundehilfe-Mariechen-Transporters kann unterstützt werden.
Auf WhatsApp gab es in diesem Jahr einen Mariechen-Adventskalender mit einer kleinen Auktion. Unter dem Motto „Herzenshunde“ haben wir für 2021 wieder einen wunderschönen Mariechen-Kalender mit Fotos ehemaliger Schützlinge – fotografiert von Bernhard Klug – erstellt. Falls ihr noch keinen Kalender habt, könnt ihr nach wie vor bei uns bestellen. Auch unsere jährliche Aktion „freudige Beller statt laute Böller“ fand wieder statt und fand Anklang unter denjenigen, die generell keine oder nicht viele Böller und Co. kaufen oder aufgrund des diesjährigen Verkaufsverbots gerne etwas spenden wollten.
Wir sagen von Herzen DANKE für all die Unterstützung sowie das Vertrauen und freuen uns auf ein – hoffentlich positiveres – 2021, indem wir gemeinsam wieder für viele Hunde einen Unterschied machen werden. 😊❤️
 

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Engel auf Reisen Tierbestattung

ENGEL AUF REISEN TIERBESTATTUNG

Ich begleite Tiere und ihre Menschen auf dem letzten Stück des gemeinsamen Weges und
darüber hinaus. Verstorbene Tiere werden von mir beim Tierarzt, in der Tierklinik oder bei
den Tierhaltern Zuhause abgeholt und zur würdevollen Feuerbestattung in das
Tierkrematorium gebracht. Die Asche wird dann wahlweise zu den Tierbesitzern zurück
überführt (Einzelkremierung) oder in einem Gemeinschaftsgrab am Krematorium, das
jederzeit besucht werden kann, bestattet (Gemeinschaftskremierung). Bis zur Überführung
in das Tierkrematorium werden die Tierengel in meinen Räumlichkeiten in Kühlschlaf
gebettet. Mein Betrieb ist vom zuständigen Veterinäramt genehmigt und kontrolliert.

Da wir selbst ein „Mariechen“ bei uns haben, ist es mir ein Herzensanliegen, Mariechen-
Hunden besondere Konditionen für eine würdevollen Bestattung anzubieten. Mariechen-
Hunde, die auf Pflege in Deutschland sind, können zum Bestatterpreis eingeäschert
werden. Auch vermittelte Mariechen-Hunde erhalten bei Engel auf Reisen
Sonderkondotionen für einen liebe- und würdevollen Abschied. Die Einäscherung findet im
Tierkrematorium dank&treu Schwäbisch Hall statt – die verstorbenen Hunde können von
den Tierhaltern selbst oder von mir dorthin gebracht werden.

Tierurnen und Asche-/Gedenkschmuck sind ebenfalls bei mir erhältlich, ebenso wie
Bücher zur Trauerbewältigung für Kinder und Erwachsene. Kontaktieren Sie mich jederzeit
gerne unter 0177/9773492, nina@engel-auf-reisen.com oder über die Webseite

https://www.engel-auf-reisen.com

Ende Jagdsaison

Wenn am 31. Januar die Gewehrschüsse in der Toskana verklingen und die Jagdsaison zu Ende geht, werden wieder Tausende Jagdhunde zum überflüssigen Ballast. Anders als in Deutschland sind Jagdhunde in Italien nicht die treuen Begleiter des Jägers, sondern werden in Käfigen und Verschlägen abseits der Dörfer unter zum Teil grausigen Bedingungen gehalten. Eine Versorgung der Hunde nach der dreimonatigen Jagdsaison ist für die Jäger unwirtschaftlich und mühsam. Während „gute Hunde“ für die Zucht und die nächste Jagdsaison am Leben erhalten werden, werden Hunde, die sich nach Meinung des Jägers nicht eignen, entsorgt. Sie werden nach der Jagd im Wald vergessen, werden als Wildschweinfutter an Bäume gebunden, verhungern in ihren Käfigen, werden vom Jäger erschossen oder gar nach Süditalien verfrachtet, wo sie dann wie die Galgos in Spanien an Bäumen aufgehängt werden.

 

Manche Jäger jedoch bieten den italienischen Tierschützern die Chance, Hunde abzuholen, die ausgemustert werden sollen. Durch spendenfinanzierte Plätze in unserem Partnertierheim ist es möglich, einzelne Hunde zu retten. Leider ist die Anzahl dieser Pensionsplätze begrenzt und so versuchen wir hier in Deutschland gerade für diese Hunde möglichst schnell ein schönes Zuhause zu finden. Jeder vermittelte Hund macht einen Platz frei für einen weiteren totgeweihten Jagdhund. Auf Anfrage geben wir gerne detaillierte Auskunft.

 

Freudige Beller statt lautem Geballer

Rund 133 Millionen EUR wurden laut Statistik im Jahr 2018 in Deutschland für das Silvesterfeuerwerk ausgegeben, Tendenz keineswegs fallend. Ein stattlicher Betrag, den wir einfach mal so in die Luft ballern.

Was wir dafür haben, ist im besten Fall ein kurzer Moment euphorischen Glücks, wenn es zischt und kracht und knallt und man den bunten Pyrotechnik-Regen am Himmel sieht. Seltsamerweise stört uns der verursachte Staub in diesem Moment weit weniger als wenn wir für einen Moment hinter einem alten Auto herfahren müssen oder der Nachbar im Garten Gartenabfälle verbrennt.

Was aber bleibt ist viel Müll auf den Straßen, Aufräumaktionen von denen, die ein bisschen Umweltbewusstsein haben, und ein mehr oder weniger großes Loch im Portemonnaie, das die Einkäufe für das fulminante Feuerwerk gerissen haben.

Und was muten wir den Tieren zu? Nicht nur für die Wildtiere, sondern auch für Zoo- und unsere Haustiere bedeutet das Feuerwerk zu Silvester und auch schon das „Warm-Up“ einige Tage zuvor schlicht Todesangst und blanke Panik. Grelle Geräusche, helle Blitze und seltsame Gerüche, die mit einem solchen Feuerwerk einhergehen, sind nicht weniger als der reinste Horror für sie. Mancher von uns kennt es vielleicht sogar vom eigenen Tier, das nur noch eines will: flüchten.

Silvester, ein traumatisches Erlebnis für unsere Tiere. Wird es nicht spätestens jetzt Zeit, zur Vernunft zu kommen?! 133 Millionen EUR. Was für eine Zahl! Was könnte man damit alles Sinnvolles anfangen?! Laut focus.de könnte man mit dem Geld beispielsweise rund 2,4 Millionen Menschen im Südsudan ein Jahr lang gesundheitlich betreuen. Oder man könnte für unsere Hunde in Italien ca. 7.388 Pensionsplätze für zehn (!) Jahre finanzieren. Was wäre das für ein freudiges Gebell unter unseren Vierbeinern. Und sind wir einmal ehrlich. Was wirkt nachhaltiger? Zehn Jahre zig tausend glückliche Hunde im Vergleich zu einer Viertelstunde schnell vergänglicher Hochgefühle?!

Wenn Ihnen freudige Beller auch wichtiger sind als lautes Geballer und Sie beschlossen haben, Ihr Geld dieses Jahr nicht in die Luft zu jagen, sondern damit Gutes und Sinnvolles zu bewirken, dann freuen wir und vor allem unsere Hunde in Italien uns über Ihre Spende, sei es einmalig oder regelmäßig, z. B. in Form einer Hundepatenschaft. Dank Ihrer Spende können wir unsere Hunde bestmöglich versorgen, Pensionsplätze bezahlen, die medizinische Versorgung sicherstellen und regelmäßige Transporte nach Deutschland finanzieren. Jeder Euro von Ihnen hilft, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Kommen Sie gesund und wohlbehalten ins neue Jahr und passen Sie in diesen lauten Tagen und Nächten noch besser auf Ihre tierischen Freunde auf.

Bleiben Sie uns auch im neuen Jahr gewogen!

 

Ihr Team von Hundehilfe Mariechen

Joseras Winterfutterspende

Ja, is‘ denn heut‘ schon Weihnachten?!
Das ganze Jahr über dürfen wir uns immer wieder über großzügige Futterspenden von Josera für unsere Hunde in Italien freuen.

Doch pünktlich zur Adventszeit bescherte uns Josera nun mit einer Mega-Spende, die unsere und vor allem die Hunde-Herzen wieder einmal höher schlagen ließ. So durften wir uns Anfang Dezember über eine Futterspende von 3 Paletten à 700 kg, also sagenhaften 2,1 t feinstem Josera-Hundefutter ‚Made in Germany‘ freuen und damit den Schrecken des kalten toskanischen Winters ein bisschen mildern.

Ein großes Dankeschön hierfür an Josera!

Patenschaft: das perfekte (Weihnachts-)Geschenk 🎁❤️🐶

Hallo, mein Name ist Sheryl. Da ich bei den Patenhunden die Jüngste bin, ergreife ich mal das Wort. Wir Patenhunde sind alle etwas ganz Besonderes und brauchen deshalb mehr finanzielle Unterstützung als die meisten anderen Vermittlungshunde.

Manche sind schon sehr alt und haben viel Schlimmes erlebt, weshalb sie gar nicht vermittelbar sind. Andere sind krank und brauchen, wie ich, eine spezielle medizinische Versorgung. Unsere Patinnen und Paten helfen uns und den Menschen, die sich liebevoll um uns kümmern, damit es uns bestmöglich gehen kann. Das ist super!

Einige von uns suchen aber auch noch Patinnen und Paten. Und, sind wir mal ehrlich, eigentlich kann man gar nicht genügend Unterstützung haben! Wenn ihr also noch ein außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk sucht, dann verschenkt doch einfach eine Patenschaft. Alles wichtige dazu findet ihr hier:
https://www.hundehilfe-mariechen.de/patenschaften/

Hier geht es zu den Hunden, die auf der Suche nach Patinnen und Paten sind:
https://www.hundehilfe-mariechen.de/zuhause-ges…/patentiere/

Schaut doch einmal auf unserer Website vorbei und lernt uns näher kennen.

Bis bald,
eure Sheryl

PS: Falls ihr mehr über mich erfahren möchtet, schaut euch mein Profil an und kontaktiert bei Interesse meine Vermittlerin:
https://www.hundehilfe-mariechen.de/tier/sheryl/

🍀 Falls ihr den Beitrag teilen wollt, damit unseren Patenhunden mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, freuen wir uns sehr darüber.

„Wald – Wuff und Wein“ Mariechenwanderung in der Pfalz

Am 07.09.2019 war es endlich soweit: nach monatelanger Trockenheit fanden sich bei anhaltendem Regen etwa 30 Mariechen mit ihren Menschen am Wanderparkplatz Lolosruhe im Edenkobener Tal zusammen, um dem Wetter zu trotzen und den Pfälzer Wald zu erkunden. Auf dem Plan stand eine Wanderstrecke von rund 5,6 km. Zunächst ging es ganz gemütlich, so dass auch genug Puste für erste Gespräche geblieben ist, in Richtung Forsthaus Heldenstein, wo sich Mensch und Hund nach etwa der Hälfte der Strecke stärken und trocknen konnten. Danach wurde mit neuer Energie – und endlich ohne Regen, der Anstieg zum Schänzelturm in Angriff genommen, von wo aus es noch wenige Gehminuten zurück zum Ausgangspunkt waren.

Dort angekommen erwartete die Teilnehmer noch ein kleiner Umtrunk mit Pfälzer Weinen und Traubensaft von lokalen Winzern (Bio Weingut Heinz Pfaffmann, Walsheim und Weingut Kernlinghof, Nußdorf) sowie verschiedene Kuchen. Außerdem konnten dank einer großzügigen Spende von Josera und mit Unterstützung durch das Fremdenverkehrsbüro Südliche Weinstraße, Tüten mit allerlei Überraschungen an die fleißigen Wanderer und ihre tierischen Gefährten verteilt werden. Und weil es ja schwer fällt sich nach einem so schönen Tag wieder zu trennen, hat sich ein kleiner harter Kern noch in Edesheim im Goldenen Engel zum Abendessen getroffen.

Last but not least hat die lustige Mensch-Hund-Truppe, die zum Teil aus weiten Teilen Deutschlands und sogar der Schweiz angereist war, unter dem Motto „wandern für die andern“ 240 Euro für die Fellnasen in Italien erwandert.

Kurzum: Der Tag war ein voller Erfolg und hat viel Spaß gemacht. Vielen Dank euch allen!

 

Baffo berichtet: Hund und Kind-wie kann es gelingen

Lieber Mensch,

endlich ist es soweit: Das lang ersehnte neue Familienmitglied ist da.

Ich habe mein Frauchen mal sagen hören, dass Tiere, besonders Hunde, ganz toll für Menschen,und besonders für kleine Menschen sein sollen. Bestimmt hast du schon Bilder im Kopf wie deine Kinder mit mir schmusen, toben und spazieren gehen.

Damit wir richtig gute Freunde werden können, gibt es ein paar wichtige Regeln, die du und deine Kinder unbedingt beachten sollten. Ich spreche hier mal stellvertretend für alle meine Artgenossen:

Gib mir Zeit. Ich habe vielleicht einige sehr unschöne Dinge erlebt, die mich verängstigt haben könnten. Dazu die neue, fremde Umgebung mit all seinen neuen Geräuschen und Gerüchen. Das verunsichert mich möglicherweise erstmal.

Lass mich zu dir kommen. Ich möchte zuerst an dir schnuppern um zu erkunden, wer du bist. Dann kannst du mich möglicherweise streicheln. Am liebsten an der Seite oder unter dem Kinn (da sind die Geschmäcker meiner Artgenossen verschieden). Von oben macht mir oft Angst.

Gib mir einen geschützten, ruhigen Platz nur für mich. Das kann eine Decke sein oder auch ein Körbchen. Dieser Platz soll nur mir gehören. Wenn ich mich hierher zurückziehe, soll niemand mich stören. Auch nicht deine Kinder. Das klappt auch schon mit den ganz Kleinen. Ich war vor einiger Zeit mit meinem Frauchen zu Besuch bei Freunden in einer anderen Stadt. Da gab es vier Kinder. Das Jüngste war etwas über ein Jahr. Natürlich wollte es mich die ganze Zeit anfassen. Aber mein Frauchen war immer da und hat aufgepasst. Streicheln hat sie nur erlaubt, wenn ich von mir aus gekommen bin. Und nur mit ihrer Hilfe. Ist die Kleine zu meiner Decke gekommen und wollte mich da streicheln, hat mein Frauchen jedes Mal gesagt: „Da will er alleine sein, da kannst du ihn nicht streicheln.“ Nach einiger Zeit hat die Kleine verstanden, dass sie nicht alleine an mich ran darf. Sie ist dann immer zu Frauchen gegangen, hat sie an die Hand genommen und zu mir hin geführt. Dann hat sie auf mich gezeigt und Frauchen angesehen. Das war wie fragen.

Lasse deine Kinder, besonders die kleinen, niemals allein mit mir. Auch wenn du denkst, ich bin der liebste Hund der Welt. Vielleicht passiert es doch einmal, dass dein Kind auf mich fällt, mich an den Ohren zieht oder mir sonst irgendwie unabsichtlich wehtut und ich dann vor lauter Schreck zubeiße.

Knurren ist meine Art zu sagen: „Das ist mir zu viel. Geh weg. Lass mich in Ruhe.“ Respektiere das, sonst sehe ich irgendwann keinen anderen Ausweg mehr, als meiner Bitte durch Zuschnappen Nachdruck zu verleihen.

Bedränge mich nicht. Ich brauche immer die Möglichkeit, weg gehen zu können. Ziehe ich mich also zum Beispiel unter einen Tisch zurück, lasse deine Kinder nicht hinterher krabbeln. Kann ich nicht weg, könnte es sein, dass ich beiße.

Starre mir nie in die Augen. Das wirkt auf mich bedrohlich. Ich könnte das sogar als Aufforderung für einen Kampf verstehen.

Lasse deine Kinder nicht hinter mir her- oder von mir wegrennen. Das macht mir Stress oder weckt meinen Jagdinstinkt.

Vermeide Lärm. Ich habe sehr empfindliche Ohren. Besonders wildes Kindergeschrei könnte mir unangenehm sein.

Vielleicht denkst du jetzt: „ Oh je. Das ist so viel.“ Ja, das ist viel. Aber wenn ihr all diese Dinge beherzigt, steht einer wundervollen Freundschaft nichts mehr im Weg.

Ich wünsche dir und deiner Familie eine ganz tolle Zeit!

Dein Baffo

Roky’s Report

Wie lange bin ich hier?

Seit ich denken kann. Es ist schwer die Orientierung zu behalten. Meine Zelle ist 8 Schritte lang und 4 Schritte breit. Der Betonboden ist kalt und feucht. In einer Ecke steht ein Blecheimer mit etwas Wasser. Das Wasser ist abgestanden und faulig, aber immerhin vorhanden. Meine Notdurft verrichte ich ganz am Rand, versuche möglichst wenig in meinem Gefängnis zu hinterlassen.
Es ist dunkel. Stockfinster. Ich kann trotz meiner guten Augen nichts erkennen. Aber ich höre sie. Die anderen. Ihr Atmen, ihr Wimmern. Und ich rieche sie. Ihre Angst. Wir alle haben entsetzliche Angst. Angst, dass das Licht angeht. Angst, weil ER dann kommt…

Wenn wir hören, dass ein Auto vorfährt, ist es sekundenlang absolut still. Totenstill. Vor Schreck halten wir alle gleichzeitig die Luft an und horchen. Synchron, so als hätten wir es einstudiert.

Dann können wir die aufsteigende Panik nicht mehr kontrollieren. „Du musst dich verstecken!“, schreit es in mir.“ Los doch! Weg! Du musst weg!…“ Ich bin gelähmt. Wo soll ich hin? Wo??? Da ist doch nichts…

Ich rolle mich so klein es geht in die hinterste Ecke, meine Schnauze so tief es geht in meine Pfoten begraben. Ich wünsche mich weg. Dass ich unsichtbar wäre. Mit geschlossenen Augen und voller Konzentration muss es doch irgendwann klappen. Doch meine Muskeln zittern so sehr, dass ER selbst unsichtbar mein Schlottern hören und mich finden würde.

SEINE laute, harte, böse Stimme versetzt uns alle in Panik. Zu wem wird ER gehen? Und warum? Wird ER mich nur schlagen, anschreien, auslachen wegen meiner Angst oder wird ER mich an den Strick legen und nach draußen zerren? Mit den anderen Männern mich verhöhnen, nach mir treten, mich am Strick hochziehen und strangulieren? Sich amüsieren, wie ich strample, um wieder Boden unter meine Pfoten zu bekommen, damit ich nicht ersticke? Wird ER mich wieder in das Auto stecken mit den anderen? In den dampfenden, sonnenheißen Laderaum? Viel zu eng für uns alle. Dann können wir nur hoffen die stundenlange Warterei in dem luftdichten Transporter zu überleben.

Wenn wir aussteigen beginnt eine Tortur. Wir müssen Jagen. Manchmal Wildschweine, manchmal Hasen. Einmal habe ich das Kaninchen nicht erwischt. Ich bin gerannt wie verrückt, aber es war einfach zu flink und schließlich verschwunden.

Nie werde ich vergessen, wie mich DER MANN zusammenschrie. Mich schlug und trat und zur Strafe an meiner empfindlichen Rute hochhob und mit dem Kopf nach unten über den See hielt.  Vor Schmerz zersprang mir beinah der Kopf! So etwas Schlimmes hatte ich noch nie gefühlt. Jede Faser meines Körpers schrie in mir ohrenbetäubend. Ich selbst war stumm vor Schmerz. Starr und wie tot. ER tauchte mich immer wieder unter Wasser und zog mich heraus. Als ich schon nichts mehr spürte und langsam alles losließ, hörte ER auf .

Ich landete wieder hier. In meinem dunklen Kerker. Das ist mein Leben. Mein Name ist Roky. Ich bin 8 Jahre alt.