Engel auf Reisen Tierbestattung

ENGEL AUF REISEN TIERBESTATTUNG

Ich begleite Tiere und ihre Menschen auf dem letzten Stück des gemeinsamen Weges und
darüber hinaus. Verstorbene Tiere werden von mir beim Tierarzt, in der Tierklinik oder bei
den Tierhaltern Zuhause abgeholt und zur würdevollen Feuerbestattung in das
Tierkrematorium gebracht. Die Asche wird dann wahlweise zu den Tierbesitzern zurück
überführt (Einzelkremierung) oder in einem Gemeinschaftsgrab am Krematorium, das
jederzeit besucht werden kann, bestattet (Gemeinschaftskremierung). Bis zur Überführung
in das Tierkrematorium werden die Tierengel in meinen Räumlichkeiten in Kühlschlaf
gebettet. Mein Betrieb ist vom zuständigen Veterinäramt genehmigt und kontrolliert.

Da wir selbst ein „Mariechen“ bei uns haben, ist es mir ein Herzensanliegen, Mariechen-
Hunden besondere Konditionen für eine würdevollen Bestattung anzubieten. Mariechen-
Hunde, die auf Pflege in Deutschland sind, können zum Bestatterpreis eingeäschert
werden. Auch vermittelte Mariechen-Hunde erhalten bei Engel auf Reisen
Sonderkondotionen für einen liebe- und würdevollen Abschied. Die Einäscherung findet im
Tierkrematorium dank&treu Schwäbisch Hall statt – die verstorbenen Hunde können von
den Tierhaltern selbst oder von mir dorthin gebracht werden.

Tierurnen und Asche-/Gedenkschmuck sind ebenfalls bei mir erhältlich, ebenso wie
Bücher zur Trauerbewältigung für Kinder und Erwachsene. Kontaktieren Sie mich jederzeit
gerne unter 0177/9773492, nina@engel-auf-reisen.com oder über die Webseite

https://www.engel-auf-reisen.com

Ende Jagdsaison

Wenn am 31. Januar die Gewehrschüsse in der Toskana verklingen und die Jagdsaison zu Ende geht, werden wieder Tausende Jagdhunde zum überflüssigen Ballast. Anders als in Deutschland sind Jagdhunde in Italien nicht die treuen Begleiter des Jägers, sondern werden in Käfigen und Verschlägen abseits der Dörfer unter zum Teil grausigen Bedingungen gehalten. Eine Versorgung der Hunde nach der dreimonatigen Jagdsaison ist für die Jäger unwirtschaftlich und mühsam. Während „gute Hunde“ für die Zucht und die nächste Jagdsaison am Leben erhalten werden, werden Hunde, die sich nach Meinung des Jägers nicht eignen, entsorgt. Sie werden nach der Jagd im Wald vergessen, werden als Wildschweinfutter an Bäume gebunden, verhungern in ihren Käfigen, werden vom Jäger erschossen oder gar nach Süditalien verfrachtet, wo sie dann wie die Galgos in Spanien an Bäumen aufgehängt werden.

 

Manche Jäger jedoch bieten den italienischen Tierschützern die Chance, Hunde abzuholen, die ausgemustert werden sollen. Durch spendenfinanzierte Plätze in unserem Partnertierheim ist es möglich, einzelne Hunde zu retten. Leider ist die Anzahl dieser Pensionsplätze begrenzt und so versuchen wir hier in Deutschland gerade für diese Hunde möglichst schnell ein schönes Zuhause zu finden. Jeder vermittelte Hund macht einen Platz frei für einen weiteren totgeweihten Jagdhund. Auf Anfrage geben wir gerne detaillierte Auskunft.

 

Freudige Beller statt lautem Geballer

Rund 133 Millionen EUR wurden laut Statistik im Jahr 2018 in Deutschland für das Silvesterfeuerwerk ausgegeben, Tendenz keineswegs fallend. Ein stattlicher Betrag, den wir einfach mal so in die Luft ballern.

Was wir dafür haben, ist im besten Fall ein kurzer Moment euphorischen Glücks, wenn es zischt und kracht und knallt und man den bunten Pyrotechnik-Regen am Himmel sieht. Seltsamerweise stört uns der verursachte Staub in diesem Moment weit weniger als wenn wir für einen Moment hinter einem alten Auto herfahren müssen oder der Nachbar im Garten Gartenabfälle verbrennt.

Was aber bleibt ist viel Müll auf den Straßen, Aufräumaktionen von denen, die ein bisschen Umweltbewusstsein haben, und ein mehr oder weniger großes Loch im Portemonnaie, das die Einkäufe für das fulminante Feuerwerk gerissen haben.

Und was muten wir den Tieren zu? Nicht nur für die Wildtiere, sondern auch für Zoo- und unsere Haustiere bedeutet das Feuerwerk zu Silvester und auch schon das „Warm-Up“ einige Tage zuvor schlicht Todesangst und blanke Panik. Grelle Geräusche, helle Blitze und seltsame Gerüche, die mit einem solchen Feuerwerk einhergehen, sind nicht weniger als der reinste Horror für sie. Mancher von uns kennt es vielleicht sogar vom eigenen Tier, das nur noch eines will: flüchten.

Silvester, ein traumatisches Erlebnis für unsere Tiere. Wird es nicht spätestens jetzt Zeit, zur Vernunft zu kommen?! 133 Millionen EUR. Was für eine Zahl! Was könnte man damit alles Sinnvolles anfangen?! Laut focus.de könnte man mit dem Geld beispielsweise rund 2,4 Millionen Menschen im Südsudan ein Jahr lang gesundheitlich betreuen. Oder man könnte für unsere Hunde in Italien ca. 7.388 Pensionsplätze für zehn (!) Jahre finanzieren. Was wäre das für ein freudiges Gebell unter unseren Vierbeinern. Und sind wir einmal ehrlich. Was wirkt nachhaltiger? Zehn Jahre zig tausend glückliche Hunde im Vergleich zu einer Viertelstunde schnell vergänglicher Hochgefühle?!

Wenn Ihnen freudige Beller auch wichtiger sind als lautes Geballer und Sie beschlossen haben, Ihr Geld dieses Jahr nicht in die Luft zu jagen, sondern damit Gutes und Sinnvolles zu bewirken, dann freuen wir und vor allem unsere Hunde in Italien uns über Ihre Spende, sei es einmalig oder regelmäßig, z. B. in Form einer Hundepatenschaft. Dank Ihrer Spende können wir unsere Hunde bestmöglich versorgen, Pensionsplätze bezahlen, die medizinische Versorgung sicherstellen und regelmäßige Transporte nach Deutschland finanzieren. Jeder Euro von Ihnen hilft, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Kommen Sie gesund und wohlbehalten ins neue Jahr und passen Sie in diesen lauten Tagen und Nächten noch besser auf Ihre tierischen Freunde auf.

Bleiben Sie uns auch im neuen Jahr gewogen!

 

Ihr Team von Hundehilfe Mariechen

Joseras Winterfutterspende

Ja, is‘ denn heut‘ schon Weihnachten?!
Das ganze Jahr über dürfen wir uns immer wieder über großzügige Futterspenden von Josera für unsere Hunde in Italien freuen.

Doch pünktlich zur Adventszeit bescherte uns Josera nun mit einer Mega-Spende, die unsere und vor allem die Hunde-Herzen wieder einmal höher schlagen ließ. So durften wir uns Anfang Dezember über eine Futterspende von 3 Paletten à 700 kg, also sagenhaften 2,1 t feinstem Josera-Hundefutter ‚Made in Germany‘ freuen und damit den Schrecken des kalten toskanischen Winters ein bisschen mildern.

Ein großes Dankeschön hierfür an Josera!

Patenschaft: das perfekte (Weihnachts-)Geschenk 🎁❤️🐶

Hallo, mein Name ist Sheryl. Da ich bei den Patenhunden die Jüngste bin, ergreife ich mal das Wort. Wir Patenhunde sind alle etwas ganz Besonderes und brauchen deshalb mehr finanzielle Unterstützung als die meisten anderen Vermittlungshunde.

Manche sind schon sehr alt und haben viel Schlimmes erlebt, weshalb sie gar nicht vermittelbar sind. Andere sind krank und brauchen, wie ich, eine spezielle medizinische Versorgung. Unsere Patinnen und Paten helfen uns und den Menschen, die sich liebevoll um uns kümmern, damit es uns bestmöglich gehen kann. Das ist super!

Einige von uns suchen aber auch noch Patinnen und Paten. Und, sind wir mal ehrlich, eigentlich kann man gar nicht genügend Unterstützung haben! Wenn ihr also noch ein außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk sucht, dann verschenkt doch einfach eine Patenschaft. Alles wichtige dazu findet ihr hier:
https://www.hundehilfe-mariechen.de/patenschaften/

Hier geht es zu den Hunden, die auf der Suche nach Patinnen und Paten sind:
https://www.hundehilfe-mariechen.de/zuhause-ges…/patentiere/

Schaut doch einmal auf unserer Website vorbei und lernt uns näher kennen.

Bis bald,
eure Sheryl

PS: Falls ihr mehr über mich erfahren möchtet, schaut euch mein Profil an und kontaktiert bei Interesse meine Vermittlerin:
https://www.hundehilfe-mariechen.de/tier/sheryl/

🍀 Falls ihr den Beitrag teilen wollt, damit unseren Patenhunden mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, freuen wir uns sehr darüber.

„Wald – Wuff und Wein“ Mariechenwanderung in der Pfalz

Am 07.09.2019 war es endlich soweit: nach monatelanger Trockenheit fanden sich bei anhaltendem Regen etwa 30 Mariechen mit ihren Menschen am Wanderparkplatz Lolosruhe im Edenkobener Tal zusammen, um dem Wetter zu trotzen und den Pfälzer Wald zu erkunden. Auf dem Plan stand eine Wanderstrecke von rund 5,6 km. Zunächst ging es ganz gemütlich, so dass auch genug Puste für erste Gespräche geblieben ist, in Richtung Forsthaus Heldenstein, wo sich Mensch und Hund nach etwa der Hälfte der Strecke stärken und trocknen konnten. Danach wurde mit neuer Energie – und endlich ohne Regen, der Anstieg zum Schänzelturm in Angriff genommen, von wo aus es noch wenige Gehminuten zurück zum Ausgangspunkt waren.

Dort angekommen erwartete die Teilnehmer noch ein kleiner Umtrunk mit Pfälzer Weinen und Traubensaft von lokalen Winzern (Bio Weingut Heinz Pfaffmann, Walsheim und Weingut Kernlinghof, Nußdorf) sowie verschiedene Kuchen. Außerdem konnten dank einer großzügigen Spende von Josera und mit Unterstützung durch das Fremdenverkehrsbüro Südliche Weinstraße, Tüten mit allerlei Überraschungen an die fleißigen Wanderer und ihre tierischen Gefährten verteilt werden. Und weil es ja schwer fällt sich nach einem so schönen Tag wieder zu trennen, hat sich ein kleiner harter Kern noch in Edesheim im Goldenen Engel zum Abendessen getroffen.

Last but not least hat die lustige Mensch-Hund-Truppe, die zum Teil aus weiten Teilen Deutschlands und sogar der Schweiz angereist war, unter dem Motto „wandern für die andern“ 240 Euro für die Fellnasen in Italien erwandert.

Kurzum: Der Tag war ein voller Erfolg und hat viel Spaß gemacht. Vielen Dank euch allen!

 

Baffo berichtet: Hund und Kind-wie kann es gelingen

Lieber Mensch,

endlich ist es soweit: Das lang ersehnte neue Familienmitglied ist da.

Ich habe mein Frauchen mal sagen hören, dass Tiere, besonders Hunde, ganz toll für Menschen,und besonders für kleine Menschen sein sollen. Bestimmt hast du schon Bilder im Kopf wie deine Kinder mit mir schmusen, toben und spazieren gehen.

Damit wir richtig gute Freunde werden können, gibt es ein paar wichtige Regeln, die du und deine Kinder unbedingt beachten sollten. Ich spreche hier mal stellvertretend für alle meine Artgenossen:

Gib mir Zeit. Ich habe vielleicht einige sehr unschöne Dinge erlebt, die mich verängstigt haben könnten. Dazu die neue, fremde Umgebung mit all seinen neuen Geräuschen und Gerüchen. Das verunsichert mich möglicherweise erstmal.

Lass mich zu dir kommen. Ich möchte zuerst an dir schnuppern um zu erkunden, wer du bist. Dann kannst du mich möglicherweise streicheln. Am liebsten an der Seite oder unter dem Kinn (da sind die Geschmäcker meiner Artgenossen verschieden). Von oben macht mir oft Angst.

Gib mir einen geschützten, ruhigen Platz nur für mich. Das kann eine Decke sein oder auch ein Körbchen. Dieser Platz soll nur mir gehören. Wenn ich mich hierher zurückziehe, soll niemand mich stören. Auch nicht deine Kinder. Das klappt auch schon mit den ganz Kleinen. Ich war vor einiger Zeit mit meinem Frauchen zu Besuch bei Freunden in einer anderen Stadt. Da gab es vier Kinder. Das Jüngste war etwas über ein Jahr. Natürlich wollte es mich die ganze Zeit anfassen. Aber mein Frauchen war immer da und hat aufgepasst. Streicheln hat sie nur erlaubt, wenn ich von mir aus gekommen bin. Und nur mit ihrer Hilfe. Ist die Kleine zu meiner Decke gekommen und wollte mich da streicheln, hat mein Frauchen jedes Mal gesagt: „Da will er alleine sein, da kannst du ihn nicht streicheln.“ Nach einiger Zeit hat die Kleine verstanden, dass sie nicht alleine an mich ran darf. Sie ist dann immer zu Frauchen gegangen, hat sie an die Hand genommen und zu mir hin geführt. Dann hat sie auf mich gezeigt und Frauchen angesehen. Das war wie fragen.

Lasse deine Kinder, besonders die kleinen, niemals allein mit mir. Auch wenn du denkst, ich bin der liebste Hund der Welt. Vielleicht passiert es doch einmal, dass dein Kind auf mich fällt, mich an den Ohren zieht oder mir sonst irgendwie unabsichtlich wehtut und ich dann vor lauter Schreck zubeiße.

Knurren ist meine Art zu sagen: „Das ist mir zu viel. Geh weg. Lass mich in Ruhe.“ Respektiere das, sonst sehe ich irgendwann keinen anderen Ausweg mehr, als meiner Bitte durch Zuschnappen Nachdruck zu verleihen.

Bedränge mich nicht. Ich brauche immer die Möglichkeit, weg gehen zu können. Ziehe ich mich also zum Beispiel unter einen Tisch zurück, lasse deine Kinder nicht hinterher krabbeln. Kann ich nicht weg, könnte es sein, dass ich beiße.

Starre mir nie in die Augen. Das wirkt auf mich bedrohlich. Ich könnte das sogar als Aufforderung für einen Kampf verstehen.

Lasse deine Kinder nicht hinter mir her- oder von mir wegrennen. Das macht mir Stress oder weckt meinen Jagdinstinkt.

Vermeide Lärm. Ich habe sehr empfindliche Ohren. Besonders wildes Kindergeschrei könnte mir unangenehm sein.

Vielleicht denkst du jetzt: „ Oh je. Das ist so viel.“ Ja, das ist viel. Aber wenn ihr all diese Dinge beherzigt, steht einer wundervollen Freundschaft nichts mehr im Weg.

Ich wünsche dir und deiner Familie eine ganz tolle Zeit!

Dein Baffo

Roky’s Report

Wie lange bin ich hier?

Seit ich denken kann. Es ist schwer die Orientierung zu behalten. Meine Zelle ist 8 Schritte lang und 4 Schritte breit. Der Betonboden ist kalt und feucht. In einer Ecke steht ein Blecheimer mit etwas Wasser. Das Wasser ist abgestanden und faulig, aber immerhin vorhanden. Meine Notdurft verrichte ich ganz am Rand, versuche möglichst wenig in meinem Gefängnis zu hinterlassen.
Es ist dunkel. Stockfinster. Ich kann trotz meiner guten Augen nichts erkennen. Aber ich höre sie. Die anderen. Ihr Atmen, ihr Wimmern. Und ich rieche sie. Ihre Angst. Wir alle haben entsetzliche Angst. Angst, dass das Licht angeht. Angst, weil ER dann kommt…

Wenn wir hören, dass ein Auto vorfährt, ist es sekundenlang absolut still. Totenstill. Vor Schreck halten wir alle gleichzeitig die Luft an und horchen. Synchron, so als hätten wir es einstudiert.

Dann können wir die aufsteigende Panik nicht mehr kontrollieren. „Du musst dich verstecken!“, schreit es in mir.“ Los doch! Weg! Du musst weg!…“ Ich bin gelähmt. Wo soll ich hin? Wo??? Da ist doch nichts…

Ich rolle mich so klein es geht in die hinterste Ecke, meine Schnauze so tief es geht in meine Pfoten begraben. Ich wünsche mich weg. Dass ich unsichtbar wäre. Mit geschlossenen Augen und voller Konzentration muss es doch irgendwann klappen. Doch meine Muskeln zittern so sehr, dass ER selbst unsichtbar mein Schlottern hören und mich finden würde.

SEINE laute, harte, böse Stimme versetzt uns alle in Panik. Zu wem wird ER gehen? Und warum? Wird ER mich nur schlagen, anschreien, auslachen wegen meiner Angst oder wird ER mich an den Strick legen und nach draußen zerren? Mit den anderen Männern mich verhöhnen, nach mir treten, mich am Strick hochziehen und strangulieren? Sich amüsieren, wie ich strample, um wieder Boden unter meine Pfoten zu bekommen, damit ich nicht ersticke? Wird ER mich wieder in das Auto stecken mit den anderen? In den dampfenden, sonnenheißen Laderaum? Viel zu eng für uns alle. Dann können wir nur hoffen die stundenlange Warterei in dem luftdichten Transporter zu überleben.

Wenn wir aussteigen beginnt eine Tortur. Wir müssen Jagen. Manchmal Wildschweine, manchmal Hasen. Einmal habe ich das Kaninchen nicht erwischt. Ich bin gerannt wie verrückt, aber es war einfach zu flink und schließlich verschwunden.

Nie werde ich vergessen, wie mich DER MANN zusammenschrie. Mich schlug und trat und zur Strafe an meiner empfindlichen Rute hochhob und mit dem Kopf nach unten über den See hielt.  Vor Schmerz zersprang mir beinah der Kopf! So etwas Schlimmes hatte ich noch nie gefühlt. Jede Faser meines Körpers schrie in mir ohrenbetäubend. Ich selbst war stumm vor Schmerz. Starr und wie tot. ER tauchte mich immer wieder unter Wasser und zog mich heraus. Als ich schon nichts mehr spürte und langsam alles losließ, hörte ER auf .

Ich landete wieder hier. In meinem dunklen Kerker. Das ist mein Leben. Mein Name ist Roky. Ich bin 8 Jahre alt.

Jahresrückblick 2018 Hunde Videos Emotionen

»Eine Überzeugung, die alle Menschen teilen, besitzt Realität.«  Aristoteles

2018 haben wir erleben dürfen, dass unfassbar viele Menschen aus Überzeugung „handeln statt wegsehen“. Die tatkräftige Unterstützung jedes Einzelnen, ermöglicht viel Gutes zu tun!

TIERISCHES DANKESCHÖN AN ALLE!

Allen voran möchten wir uns bei den Kids bedanken. Getreu dem Motto „der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, haben sie sich die tollsten Möglichkeiten einfallen lassen, um Spendengelder für unsere Fellnasen zu sammeln. Statt an heißen Sommertagen das Freibad vorzuziehen, wurden selbstgemachte Limonaden verkauft. Ebenfalls nicht selbstverständlich ist, liebgewonnene Spielsachen zusammenzutragen, an neue „Besitzer“ zu bringen und das eingenommene Geld dann zu spenden. Schüler organisierten einen Tag der offenen Tür, bei dem Spendengelder gesammelt wurden. Und selbst die Kleinsten ließen es sich nicht nehmen, backten leckere Kekse und machten sich sogleich auf die Suche nach Abnehmern, um den Erlös unseren Vierbeinern zu spenden. Die vielen und selbstlosen Engagements der Kleinen machen uns sprachlos vor Staunen! Hand aufs Herz, Ihr seid unsere großen Helden 2018!

 

Ein weiterer Meilenstein unserer Arbeit war, ist und bleibt die Öffentlichkeitsarbeit. Hier sind wir sehr froh und auch ein kleinwenig stolz darauf, dass wir seit Anfang 2018 den neuen HhM Internetauftritt präsentieren können. Hunden ein Gesicht geben zu können ist großartig! Denn so haben sie die große Chance nicht unentdeckt und damit alleine zu bleiben, sondern gesehen zu werden und eine Familie für sich zu finden. Danke an alle, die die Seite permanent aktualisieren, mit Input für Besucher füllen und damit einen großen Anteil daran haben, dass diese stets attraktiv ist und bleibt.   

Sogleich das World Wide Web sehr wichtig für unsere Arbeit ist, schätzen wir den persönlichen Kontakt zu Menschen ebenso sehr und präsentierten uns mit unterschiedlichen Außenauftritten. Hierzu zählen zahlreiche Flohmarkt- & Tombola Aktionen, die beispielsweise auf der Wasserkuppe und bei Kölle Zoo in Würzburg gestemmt wurden. Dank zahlreicher Sachspenden, die uns eigens hierfür zur Verfügung gestellt wurden, konnten wir dementsprechend viele Flohmarkt Artikel sowie Lose verkaufen und damit eine stattliche Summe für unsere Schützlinge erzielen. Ebenso machten sich auf dem Hundetrainingsplatz in Volkach unsere ehrenamtlichen Akteure auf den Weg, um dort fleißig die Werbetrommel zu rühren und Besucher über unsere Schützlinge und über unsere Arbeit zu informieren. Denn Tierschutzarbeit braucht Aufklärung und Aufmerksamkeit!  

 

Damit unsere Schützlinge bei ihrer Ankunft in Deutschland sicher an ihre neuen Familien übergeben werden können, haben wir uns Anfang des Jahres auf die Suche nach einer neuen Entladestation begeben. Fündig geworden sind wir in Kitzingen. Die Firma ASE Transporte bot uns ihr Gelände an, das alles bietet, was wir uns gewünscht haben: Platz und Sicherheit für die Neuankömmlinge. Das gesamte Areal ist umzäunt, so dass wir die Vierbeiner sicher ausladen und an ihre Familien übergeben können. Zudem steht den „Gebrauchthundebesitzern“ direkt nebenan ein Grünbereich zur Verfügung, der beste Möglichkeit für eine erste Gassi Runde mit den neuen Familienmitgliedern bietet. Vielen Dank an Karin und ihren Mann, dass sie uns ihr Gelände als „Pendlerparkplatz“ zur Verfügung stellen.

 

Auch 2018 hatte uns die Unternehmensgruppe Lush wieder voll im Griff, bzw. in der Hand ? Besser gesagt: Dank Lush konnten wir mit unserer Aktion „Hände fetten, Hunde retten“ in die nächste Runde starten. Gleich fünfmal kamen wir in den Genuss, diese besondere Charity Plattform nutzen zu dürfen. Eine Plattform, die uns nicht nur immens bei der Außenwirkung unterstützt, sondern bei der uns der komplette Erlös aller verkauften Pots 1:1 zugutekommt. Grund genug für Team Würzburg, Team Berlin und Team Karlsruhe alles daran zu setzen, viele Pots an Frau & Mann zu bringen. Ein fettes Dankeschön geht an die liebenswerten Filialleiterinnen, dass Ihr uns hierfür ein freies Plätzchen in Euren Stores bereitgestellt habt.

 

Was Spaß, Sicherheit und Wärme im letzten Jahr anbelangt, kamen diese ebenfalls nicht zu kurz.  2018 waren unsere zuverlässigen, fleißigen Bienchen wieder dabei, viele schöne Sachen in liebevoller Handarbeit zu nähen und zu basteln. Zahlreiche Hundemäntel und weiche Hundedecken wurden geschneidert, farbenfrohe Schnüffelteppiche und Zergel geflochten sowie unzählig viele Leinen, Geschirre und Halsbänder gefertigt. Dass die handgefertigten Sachen bei Zwei-, und Vierbeinern gleichermaßen gut ankommen, zeigen die ganzen Fotos, die uns täglich erreichen! Vielen lieben Dank für Euer unermüdliches Engagement, uns kontinuierlich mit Euren wertvollen Arbeiten zu unterstützen! Besonderen Dank auch an die Firma Schaumstoffe Wegerich, die uns ihre nagelneuen, aber durch die Zurücksendung unverkäuflich gewordenen Matratzen und Schonbezüge zur Weiterverarbeitung zur Verfügung stellen.

 

Die Zahl, die jetzt kommt, löst bei uns immer noch Gänsehaut aus. Die Zahl 4.2. Unscheinbar und doch gewaltig. Hinter dieser Zahl stecken Glücksgefühle, die man kaum in Worten fassen kann. Doch fangen wir von vorne an. Im Spätsommer kam dank eines tollen Hinweises ein Kontakt zustande, der auf wunderbare Weise unseren Verein immens bereichert. JOSERA – deutscher Futtermittelhersteller und Sponsoring Partner von 4.2 Tonnen hochwertigsten Trockenfutters. Um diese enorme Menge sicher nach Italien zu befördern wurde nebst Spezialanhänger sogar eine Spedition eingesetzt. Gerade vor Winterbeginn einfach sensationell, da nun vor allem unsere alten & kranken Schützlinge gut versorgt werden können. Tierisches Dankeschön JOSERA, für die unbezahlbare Unterstützung!

 

Fristverlängerung – das Thema, das uns weiterhin begleiten wird. Hierbei handelt es sich um Kooperationsverträge, die zwischen Gemeinden und Caniles geschlossen werden. Unser Partnertierheim bekommt z.B. für einen bestimmten Zeitraum Fördermittel für die aus dem betreffenden Bezirk stammenden Hunde. Wenn der Zeitraum um ist, wird der Zuschlag neu vergeben. Leider sind bereits bei zwei Bezirken die Zuschläge an den „günstigsten“ Anbieter vergeben worden. Dort gibt es keine tierärztliche Betreuung, keine Belegungsgrenze, aber Großgruppenhaltung, die die Hunde im wörtlichsten Wortsinn um jeden Lebenstag kämpfen lässt. Eine Vermittlung aus diesen „gewinnorientierten Einrichtungen“ ist ausgeschlossen. Über das Vergabeverfahren kann man den Kopf schütteln, aber das schlimme ist, dass selbst langjährige (weil unvermittelbar) Heimhunde mit Erlöschen des Kooperationsvertrags ebenfalls in diese grausigen Endstationen abgegeben werden müssen. Das Makabre daran, die Frist ist zwar terminiert, wird im besten Fall verlängert, kann jedoch im schlimmsten Fall gecancelt werden. JEDERZEIT! Dieser Zeitpunkt bleibt auch für uns stets ungewiss. Wir wissen nur, dass wir in der Zeit, die uns vermeintlich zur Verfügung steht, alles daran setzen müssen, für diese Hunde ein Zuhause zu finden. Bitte seht uns nach, wenn wir ihnen daher ganze Aufmerksamkeit schenken und die Situation „5 vor 12“ darstellen. Sie ist es! Ziel ist nicht, auf die Tränendrüse zu drücken oder Ängste zu schüren, vielmehr möchten wir ihnen ein Gesicht, eine zweite Chance geben. In der Zeit, die ihnen und uns hierfür bleibt.

 

Nach dem nun doch etwas schwierigen Thema, dass allerdings auch zu unserer Arbeit gehört, widmen wir uns wieder etwas Erfreulicherem. Ganz klar und völlig uneigennützig startete 2018 die HHM Hundewanderung im wunderschönen Schwarzwald ? Natürlich um ausschliesslich und in erster Linie, die gigantische Natur zu erkunden und so ganz nebenbei „Schwarzwälder Kirschtorte und ein Hausschnäpsle von Petra´s Eltern“ zu verzehren. Letzteres war auf Nachfrage bei den Teilnehmer ein angenehmer Nebeneffekt. Wir freuen uns, dass die Gruppe sichtlich viel Spaß hatte und mit Sicherheit eine schöne Zeit mit den Vierbeinern.  Wer 2019 Ideen für eine Wanderung hat, kann sich im übrigem gerne melden. Denn so eine tolle Aktion muss- finden wir- definitiv in die nächste Runde gehen.

 

Mitte des Jahres stand die große Mitgliederversammlung an. Bei sommerlichen Temperaturen ging es sozusagen heiß her.  Viele unserer Mitglieder nahmen eine weite Strecke auf sich, um ihre Stimme für die, die es nicht können, nämlich unsere Schützlinge, zu erheben. Verschiedenste Themen standen auf der Agenda. Der eine und andere Programmpunkt wurde da schon mal hitzig diskutiert.  Letztendlich ging es allen Teilnehmern nur darum, zum Wohle der Tiere Entscheidungen zu treffen, Lösungen zu finden oder Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. In diesem Sinne möchten wir uns nochmal bei allen Teilnehmern bedanken, dass sie sich die Zeit genommen haben um Vereinsleben zu leben.

 

Dann waren da die vielen unzähligen Momente.

Die schönen, rührenden Momente. Zu einem dieser Momente zählt sicherlich die Ankunft unserer Schützlinge in Deutschland. Zu sehen, wie die Glücksfelle in Deutschland zum ersten Mal auf ihre Familie treffen ist unbeschreiblich schön.  

Traurige Momente, die mitten ins Herz treffen. Flair, die kleine Hündin, deren Schicksal es gewesen ist, die letzte Reise anzutreten, um in Würde zu sterben.  Danke liebe Denise, dass Du es Flair ermöglicht hast.

Hoffnungsvolle Momente. Maia´s schmerzhafte Hüftdysplasie, die dank vieler Unterstützer operiert werden konnte und ihren festen Platz in einer fürsorglichen Familie gefunden hat.

Und Momente voller Angst. Wood, der gewiefte Ausreiser, der sage und schreibe über 6 Wochen nicht nur seine Familie, sondern gefühlt ganz Frankreich in Atem gehalten hat, aufgegriffen wurde und jetzt froh ist, wieder Zuhause zu sein.

Diese Momente stehen für viele Momente. Sicher erinnern wir uns alle an den einen, ganz besonderen Moment. Jenen Moment, der uns persönlich unvergessen bleibt.

 

Unser Herzensprojekt 2018 „Pensionsplatz“ – mehr als nur All inklusive. Denn bei unserem Pensionsplatzsystem geht es nicht nur um Essen, ein Dach über dem Kopf und medizinisch betreut zu werden. Es geht um viel mehr! Es geht um Leben und Tod! Viele unserer Pensionshunde konnten dank dem System zusätzlich in unsere Obhut genommen und vor Schlimmerem bewahrt werden. Hunde, die alt, krank aussortiert, die womöglich auf der Jagd „verloren“ gegangen und gestorben wären. Es sind die Hunde, die keine Chance mehr gehabt hätten. Für sie ist es mehr als All inklusive, für sie bedeutet es Leben zu können! Kaum vorzustellen, wenn wir nicht darauf zurückgreifen könnten. Genau dann, wenn uns dieser gefürchtete Notruf aus Arezzo erreicht. Ohne Eure finanzielle Unterstützung wäre dieses System nicht umzusetzen. Von Herzen tierisches Dankeschön an alle, die uns helfen!

 

Gegen Ende des Jahres, kam der krönende Abschluss. Obwohl besser gesagt, es viele krönende Abschlüsse waren. Da war zum einen die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Wir sind heute noch davon überwältigt, welche Welle diese Aktion an Hilfsbereitschaft bei vielen Menschen ausgelöst hat. Zahlreiche, liebevoll bepackte Kartons wurden versendet und haben buchstäblich die Räumlichkeiten der angegebenen Adresse gesprengt. Unfassbar wie viele sich beteiligt haben, um mit einem „Schuhkarton“ den vielen Fellnasen in Italien ein kleines Stück Weihnachtsfreude und Hoffnung zu überbringen. Wir hätten zu gerne die leuchtenden Augen der Fellnasen und die von den Tierschützern und der Belegschaft vor Ort gesehen. Vielen herzlichen Dank an Euch alle, die dazu beigetragen haben!

 

Leuchtende Augen und diese gewisse Vorfreude auf Weihnachten, die so manch einer aus seinen Kindheitstagen kennt, kamen in diesem Jahr auch bei der einen und anderen Hundefamilie in Deutschland auf.  2018 hat man sich eine ganz besondere Aktion überlegt, Hund & Mensch gleichermaßen glücklich zu machen. Damit ist sozusagen auch der Startschuss für die allererste Hundehilfe Mariechen Wichtelaktion gefallen. Was niemand ahnen konnte, dass die Premiere bei allen Beteiligten so gut ankam, dass bereits die nächste Wichtelaktion beschlossen wurde. Und wer weiß, Ostern kommt bekanntlich vor Weihnachten!  

 

Ganz besonders stolz sind wir auf unseren diesjährigen „Hundehilfe Mariechen Haiku- Kalender! Ein Kalender, der unsere Erwartungen völlig übertroffen hat. Klar wissen wir, dass so manch kreativer Kopf in unserer hundeverrückten Runde schlummert. Dass allerdings derart künstlerische Talente unseren „Club“ bereichern, damit haben wir beim besten Willen nicht gerechnet. Jeder einzelne Monat ist künstlerisch, mit liebevollen Zeichnungen illustriert und mit klugen, auf den Punkt gebrachten Texten unterlegt. Da haben sich zwei Köpfe wirklich etwas ganz Zauberhaftes einfallen lassen. Vielen lieben Dank Euch beiden, Ihr habt etwas Großartiges und Nachhaltiges für Hundehilfe Mariechen e.V. geschaffen.

 

Mit dem Weihnachtsfotobuch für Chiara war es dann soweit, spätestens jetzt blieb kein Auge mehr trocken. Emotionen über Emotionen – es hat sich gelohnt! Chiaras harte Arbeit hat sich gelohnt! Ein Fotobuch, das 120 ihrer Schützlinge beinhaltet, Schützlinge, die dank Chiara in ein besseres Leben starten konnten, die die Chance hatten eine Familie zu finden. Eine ganz tolle Idee und eine sehr gelungene Arbeit, lieber Bernhard, die du dir da gemacht hast. Für Chiara unbezahlbar!

 

Der Jahresrückblick ist fast zu Ende, aber bekanntlich heißt es ja „Das Beste kommt zum Schluss“.

2018 hat Hundehilfe Mariechen zwölf Transporte mit 234 Fellnasen an Bord organisiert und durchgeführt. Darunter befanden sich 107 Pensionshunde.

Insgesamt wurden 245 Hunde vermittelt, die heute in einem warmen und liebevollen Zuhause leben.

Wir sind zu tiefst gerührt und möchten uns bei Euch allen, die dies ermöglicht haben, von ganzen Herzen bedanken.

Jetzt freuen wir uns auf ein tierisches 2019 und auf viele glückliche Fellnasen und herzliche Familien.

Euer Hundehilfe Mariechen Team   

Mariechen Schwarzwald-Hundewanderung am 29.09.18

Bei herrlichem Wetter und für den Herbst noch recht warmen Temperaturen trafen wir uns am 29.09.18 gegen 10:00 Uhr im beschaulichen Hausach mitten im Schwarzwald zur Hundewanderung.

Nach kurzem Beschnuppern sind wir auf unseren herrlichen Rundweg gestartet. Mit etwa 20 Mariechen Hunden und ihren Leinenträgern ging es gut gelaunt los.

Zunächst marschierten wir durch den kleinen Ort Hausach und begaben uns auf den schwarzwaldtypischen Aufstieg. Den Breitenbach hatten wir passiert und folgten nun den Spuren des Westweges. Während des Laufens kamen wir miteinander ins Gespräch. Die Mariechens sind von ganz Deutschland angereist. Nach etwa 2 Stunden erreichten wir das „Haseeckle“. Dort erwartete uns Kaffee und Kuchen, und wie soll es im Schwarzwald auch anders sein, eine große Schnaps Auswahl. Die Stärkung hatten wir uns nach der Anstrengung auch wirklich verdient. Mit Schwarzwälder Kirschtorte im Bauch machten wir uns wieder auf den weiteren Weg. Davor wurden wir mit einem herrlichen Blick in den Hauserbach belohnt. Weiter ging es auf dem Abenteuerweg, vorbei an einer Kapelle und diversen Spielstationen für Kinder. Der krönende Abschluss war der Besuch der „Burg-Huse“ mit herrlichem Blick über das Kinzigtal. Bei einem gemeinsamen Essen ließen wir den schönen Tag ausklingen und freuten uns über unsere glücklichen und erschöpften Fellnasen.
Wir sind schon gespannt wo uns die nächste Wanderung hinführt.