Mariechen-Stammtisch

Liebe Mariechenfreunde,

unser Stammtisch findet einmal monatlich statt.

Wir treffen uns traditionsbewusst in der Pizzeria. Dort dürfen wir Hunde Heimatduft schnuppern und italienischen Klängen lauschen – die Pizza behalten die Menschen leider für sich. Kommt also lieber satt zu unserem Meeting, dann ist es weniger grausam den Menschen beim Essen zuzusehen.

Hiermit lade ich euch also herzlich zum Stammtisch ein in das

Ristorante Tiramisu
Wolfstalstr. 47
97209 Veitshöchheim

Mittwoch, 09.01.2019

Wir treffen uns jeweils um 18:00 Uhr. Über vorherige Anmeldung würden wir uns freuen. Parkplätze sind vorhanden. Mobilisiert eure Leinenträger!

Ho ho ho

Euer Pluto

Anmeldungen bitte an:

andrea.popp@hundehilfe-mariechen.de

joachim.schwabe@hundehilfe-mariechen.de

Mariechen Schwarzwald-Hundewanderung am 29.09.18

Bei herrlichem Wetter und für den Herbst noch recht warmen Temperaturen trafen wir uns am 29.09.18 gegen 10:00 Uhr im beschaulichen Hausach mitten im Schwarzwald zur Hundewanderung.

Nach kurzem Beschnuppern sind wir auf unseren herrlichen Rundweg gestartet. Mit etwa 20 Mariechen Hunden und ihren Leinenträgern ging es gut gelaunt los.

Zunächst marschierten wir durch den kleinen Ort Hausach und begaben uns auf den schwarzwaldtypischen Aufstieg. Den Breitenbach hatten wir passiert und folgten nun den Spuren des Westweges. Während des Laufens kamen wir miteinander ins Gespräch. Die Mariechens sind von ganz Deutschland angereist. Nach etwa 2 Stunden erreichten wir das „Haseeckle“. Dort erwartete uns Kaffee und Kuchen, und wie soll es im Schwarzwald auch anders sein, eine große Schnaps Auswahl. Die Stärkung hatten wir uns nach der Anstrengung auch wirklich verdient. Mit Schwarzwälder Kirschtorte im Bauch machten wir uns wieder auf den weiteren Weg. Davor wurden wir mit einem herrlichen Blick in den Hauserbach belohnt. Weiter ging es auf dem Abenteuerweg, vorbei an einer Kapelle und diversen Spielstationen für Kinder. Der krönende Abschluss war der Besuch der „Burg-Huse“ mit herrlichem Blick über das Kinzigtal. Bei einem gemeinsamen Essen ließen wir den schönen Tag ausklingen und freuten uns über unsere glücklichen und erschöpften Fellnasen.
Wir sind schon gespannt wo uns die nächste Wanderung hinführt.

 

Weihnachten im Schuhkarton

Geschenke mit Herz

                                Mit(an)packen

 

Wenn du anderen eine Freude machst, spürst du sie auch in dir!

Mit der herzigen Weihnachtsaktion von Hundehilfe Mariechen, schenkst Du Dir, und einer besonderen Hundeseele ohne Zuhause, wunderschöne GlücksMOMENTE!

Wie? Schau doch mal in Deinem Schrank, auf dem Dachboden oder im Keller nach. Dort wartet sicherlich ein leerer Schuhkarton auf Dich, den Du mit vielen leckeren und tollen Überraschungen für unsere Fellnasen in Italien befüllen kannst. Ob Leckerlis, warme Kuscheldecken oder Hundespielzeug, Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Alles ist gewünscht und das Beste: Du kannst dir sicher sein, dass es vom Beschenkten weder reklamiert noch umgetauscht wird, Pfote drauf!

 

Übrigens, wenn Du einen Herzenshund auf der Homepage entdeckst den Du beschenken möchtest, dann versehe das Päckchen mit seinem Namen. Natürlich kannst Du auch den Pflegern vor Ort die Entscheidung überlassen.

 

Wichtig! Wenn Du Dein Päckchen fertig hast, schicke es bis allerspätestens 7. Dezember an

            Joachim Schwabe –  Joseph-Seitz-Str. 48 –  97076 Würzburg                           

 

                                                             Kleiner Aufwand, große Wirkung!

                                                                                 Eine charmante Weihnachtsaktion, die Dir verspricht,

                                                                                            Dich und Vierbeiner glücklich zu machen.

 

                                      www.hundehilfe-mariechen.de *                                                         www.hundehilfe-mariechen.de

5 vor 12 – Endstation staatliches Canile?

Ende des Jahres 2018 läuft der Kooperationsvertrag mit einem Bezirk ab, aus dem unser Partnertierheim regelmäßig besitzerlose Hunde aufnimmt. Zum einen bedeutet das, dass wir fortan keine Hunde mehr aus diesem Gebiet bekommen und ihnen durch eine Adoption nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz ein schönes Leben ermöglichen können. Zum anderen müssen die Hunde, die aktuell in unserem Partnertierheim versorgt werden und bis dahin kein Zuhause oder keine Pflegestelle gefunden haben, in ein staatliches Tierheim umziehen.

Bricco

Die achtjährigen Mischlingsbrüder Bricco und Bracco warten von den bedrohten Hunden am längsten. Sie sind gesund, schön und im besten Alter – aber ihre Unsicherheit steht zwischen ihnen und ihrem Glück. Wir wünschen uns für jeden der beiden Rüden verständnisvolle Menschen, die Zeit und Geduld mitbringen und mit einem tollen Wesen belohnt werden.

Bracco

In einem staatlichen Canile wären die Hunde nur eine Nummer, bekämen nicht mehr wie in unserem Partnertierheim regelmäßig Futter und sauberes Wasser, würden nicht mehr nach Verträglichkeit in kleinen Rudeln gehalten werden. Leider unterscheiden sich die meisten staatlichen Tierheime gravierend von unserem Partnertierheim. Durch die Pro-Kopf-Prämie, die die Tierheimbetreibenden einstreichen, ist ein staatliches Tierheim meist weniger ein Tierschutzprojekt, sondern mehr ein Geschäft auf Kosten der Hunde. Es wird an allen Enden gespart, damit der Gewinn am größten ist. Ein solches Tierheim hat kein Interesse am einzelnen Tier und keinen Nutzen daran, einen Hund zu vermitteln. Unseren Schützlingen droht Endstation staatliches Canile. Konkret bedeutet das: Hunger, Durst, Kämpfe, trister, lauter Alltag bis sie verhungern, an unbehandelten Verletzungen oder Krankheiten elendig sterben.

Ajaccio

Zwischen all den Jagdhunden erwartet vermutlich niemand einen Cane Corso-Mischling. Das soll dem einjährigen Ajaccio nicht zum Verhängnis werden. Kann der stattliche Rüde nicht bis Ende des Jahres einen Pflege- oder Endplatz ergattern, wird er nicht mehr ausgelassen toben und die Welt entdecken können. Auch Regina, die misshandelt und zur Zucht missbraucht wurde, wünscht sich ein liebevolles Zuhause. Trotz allem hat sie den Glauben an die Menschen nicht verloren und auch über einen Ersthund würde sie sich freuen.

Regina

Ein Großteil der Hunde, die es in unser Partnertierheim geschafft haben, hatte vorher kein schönes Leben. Viele stammen von Jägern, kannten weder einen vollen Napf noch unbeschwerte Stunden im Freilauf. Erst durch die Tierheimmitarbeiterinnen und -mitarbeiter begriffen viele, dass Stimmen auch sanft ihren Namen sprechen, Hände auch streicheln können und dass nicht alle Menschen grob sind. Die Hunde sollen nicht in die Hundehölle, sondern endlich das Glück, die Liebe und Fürsorge eines Zuhauses spüren.

Briciola

Briciola und Pippo sind ein wundervolles Segugio-Geschwisterduo von 5 Jahren, das – bis es ins Tierheim kam – nicht viel Gutes erleben durfte. Sie wurden im Wald aufgefunden, vermutlich von ihrem Jäger zum Sterben ausgesetzt. Die beiden sind ängstlich, Pippo mehr als seine Schwester. Wir wollen gar nicht daran denken, wie diese sensiblen Hunde in einem staatlichen Tierheim untergehen würden.

Pippo

Die Chance, dass die Frist ein weiteres Mal verlängert wird oder die Hunde gar bis zu ihrer Vermittlung durch unseren Verein in unserem Partnertierheim bleiben dürfen, ist schwindend gering. Bitte helfen Sie unseren Vierbeinern! Mit einem Pflegeplatz oder einem Zuhause retten Sie einer lieben Seele wortwörtlich das Leben.

Riccio
Chrisso
Amaltea
Ermione

Für den süßen Riccio würde die abgelaufene Uhr bedeuten, dass der 2011 geborene Segugio niemals eine Chance darauf hätte, mit „seinen“ Menschen zu kuscheln oder über Wiesen rennen zu können. Dabei bräuchte der Laufhund so dringend Menschen, die ihn spüren lassen, dass er geliebt wird. Eine unbeschwerte Jugend bliebe dem gerade einmal 8 Monate jungen Mischling Chrisso verwehrt, in einem staatlichen Canile hätte er kaum den Hauch einer Chance, um gegen die größeren und stärkeren Hunde anzukommen. Auch die zarte Amaltea würde zweifelsohne den Kürzeren ziehen, dabei braucht die ängstliche Segugio-Hündin so dringend Menschen, die ihr die schönen Seiten des Hundelebens zeigen. Die Mischlingshündin Ermione ist eine liebenswerte Hündin, die ein Plätzchen braucht, wo sie in Ruhe ankommen und Liebe, Geduld und Fürsorge erfahren darf. Wird sie zum Jahresende umgesetzt, wird sie nicht lange durchhalten. Nur noch wenige Wochen bleiben, um für sie und all die anderen hier vorgestellten Fellnasen die passende (Pflege-)Stelle zu finden.

Camaro- ein Erfahrungsbericht mit Ecken und Kanten

Camaro, Segugio Mix, geb. 2015- auch ein steiniger Weg führt zum Ziel

Foto: Nadine Priester: www.np-fotografie.de

 

ein Erfahrungsbericht- ein Hund mit Ecken und Kanten

 

Wenn ich an das vergangene Jahr zurückdenke, sehe ich einen wirklich steinigen Weg, der viele Tränen der Verzweiflung gefordert hat, der uns jedoch auch gelehrt hat, die Flinte nicht zu früh ins Korn zu werfen, denn auch ein steiniger Weg führt zum Ziel. Dieser Erfahrungsbericht soll allen Mut machen, die vielleicht verzweifelt sind, weil es eben nicht so klappt, wie vorgestellt.

Bleibt am Ball- es lohnt sich! (Sorry, ist etwas länger geworden)

 

Vor ziemlich genau einem Jahr, am 03.10.2017, bekam ich einen Anruf von unserem befreundetem Tierarzt. Er wusste, dass wir nach dem Tod unseres Hundes im Dezember 2015, immer mal nach einem neuen Zweithund geschaut hatten, uns aber nie so richtig zu einer Entscheidung durchringen konnten.

Alle unsere Tiere haben eine Vergangenheit, ihr Start in ein Leben mit Menschen war eigentlich bei all unseren Tieren durchwachsen. Wir wollten wieder einem ungewollten Hund eine Chance geben.

 

Unser Tierarzt erzählte mir also am Telefon von einem Hund, der vor ein paar Tagen (!) aus Italien nach Deutschland auf eine Pflegestelle gekommen war. Die Pflegestelle sei jedoch total überfordert und habe gefordert den Hund binnen 48 Stunden abzuholen. Der Hund hätte noch nicht einmal Zeit zur Eingewöhnung gehabt. Wir würden doch einen Hund suchen, ob wir nicht kurzfristig wenigstens als Pflegestelle einspringen könnten. Der 2 jährige Rüde sei wirklich in Not. Bereits am Telefon sagte ich „Du weißt schon, dass wer bei uns einzieht, der zieht nie wieder aus.“

Ich sprach mit meinem Mann, der einwilligte in erster Linie unserem Tierarzt aus der Patsche zu helfen.

Bereits am nächsten Tag wurde Camaro zu uns gebracht und wir begaben uns auf einen Kennenlernspaziergang mit unserer schon vorhandenen Hündin. Ich war total hin und weg zum einem von diesem süßen Hund, aber auch, weil unsere Hündin, die eigentlich nicht so super verträglich mit anderen Hunden war, sofort artig mit ihm umging. Nach kurzem Gespräch erklärten wir uns bereit Camaro eine Chance zu geben. Wir erfuhren über seine Vergangenheit, dass er bereits als Welpe in einem Canile in Italien gelandet war. Dort war eine Familie auf ihn aufmerksam geworden, die ihn adoptierte. Der Teenager der Familie war ausschließlich für die Versorgung des Welpen zuständig. Als der Welpe aber dann nicht mehr so süß war, wurde er in einen kleinen Verschlag gesperrt. Wohl aus Langeweile nutzte er jede Gelegenheit um abzuhauen und sein Leben auf eigene Faust etwas spannender zu gestalten.

Seine Rückkehr zu seiner Familie „belohnte“ diese damit, dass sie ihn an einer kurzen Leine anbanden und entschieden ihn wieder in das Canile zu bringen. Bevor der Plan umgesetzt werden konnte, wurde Chiara auf ihn aufmerksam und überredete die Familie ihn zu sich nehmen zu können. Die Pflegestelle, in der er sich in den letzten Tagen befand, wollte etwas Gutes tun und nahm in auf. Allerdings stimmte offensichtlich die Chemie nicht, denn nachdem Camaro in der Wohnung markiert hatte, entschied diese ihn Tag und Nacht angeleint zu lassen, selbst wenn sie schlief. Es war offensichtlich eine gute Entscheidung der Pflegestelle Camaro abzugeben, auch wenn die Fristsetzung alles andere als fair war.

Da war also unser ungewollter Hund.

Die ersten Wochen verliefen nahezu traumhaft. Wir hatten einen tollen Hund, der Spaß an uns hatte, der mit unserem 7 jährigen Sohn klar kam, der hörte und unsere alte Dame (11 jährige belg. Schäferhundmischling) wieder aus ihrer Depression, in die sich nach dem Tod unseres anderen Hundes gefallen war, rausholte. Kurzum ein Traumhund. Auch das Markieren hatten wir binnen kürzester Zeit in den Griff bekommen. Wir konnten gar nicht verstehen, warum die Familie oder auch die Pflegestelle Camaro abgegeben hatten. Einziger Knackpunkt war, dass er bei Spaziergängen sehr an der Leine zog. So doll, dass ich richtig Rückenschmerzen bekam… aber gut, das sollte sich wohl irgendwie mit etwas Erziehung legen.

 

DOCH DANN…

nach ein paar Wochen, es war Anfang Dezember und wir hatten uns dazu entschieden Pflegestellenversager zu werden und diesem tollen Hund ein Für immer zu Hause zu geben („wer einzieht, zieht nicht mehr aus“) da fühlte sich Camaro heimisch und legte so richtig los. Kleinstes Problem war nur, dass er anfing wie eine Elster zu klauen. Egal wo wir etwas essbares oder auch nicht essbares stehen ließen, Camaro kam und holte es sich, bevor wir es merkten. Sogar der Adventskalender unseres Sohnes wurde in seine Einzelteile zerlegt und die Schokolade gefressen. Anstatt besser an der Leine zu laufen, wurde es immer schlimmer. Ich stürzte sogar häufiger während Spaziergängen, wenn ich mich auf Glatteis befand und Camaro meinte sich extrem in die Leine zu werfen.

Der vorläufige Höhepunkt war jedoch erreicht, als er uns innerhalb von 3 Wochen 4mal aus dem eingezäunten Garten abhaute. Wir leben zwar im Außenbereich einer kleinen Stadt auf einem Bauernhof, allerdings ist unser Hof von 2 viel befahrenen Straßen umgeben. Camaro blieb immer in Sichtweite, ließ sich jedoch nicht abrufen und folgte, wie das ein Jagdhund eben so tut, seinem Instinkt: dem Jagen.

Ich erinnere mich noch sehr gut wie verzweifelt ich war. Ich konnte ihn zwar sehen, allerdings sah ich auch wie er in Richtung der Bundesstraße lief und von beiden Seiten LKWs kamen. Ich dachte immer nur, dass wenn etwas passieren sollte, dann solle bitte kein Menschenleben gefährdet werden. Gott sei Dank konnten wir Camaro immer wieder wieder einfangen ohne das etwas passierte, doch so konnte es nicht weitergehen.

Ich war so verzweifelt, dass ich tatsächlich bei Frau Vogt anrief und sie tränenüberströmt bat, ein anderes zu Hause für Camaro zu suchen. Frau Vogt nahm sich sehr viel Zeit für mich und meine Sorgen. Gemeinsam vereinbarten wir ein neues zu Hause für Camaro zu suchen.

 

Über diese Entscheidung schlief ich noch 2 Nächte. In diesen Nächten merkte Camaro offensichtlich, dass ich, obwohl es das erste Tier gewesen wäre, das ich jemals abgeben würde, bereit war ihn erneut auf die Reise zu schicken. Ich war am Ende mit meinen Kräften.

Plötzlich suchte Camaro erneut meine Nähe, er krabbelte sogar, obwohl es eigentlich verboten war, nachts unter meine Bettdecke und schlief in meinen Kniekehlen, angekuschelt an mich. Er war soooo warm und kuschelig.

 

Meine Familie und ich entschieden Camaro noch ein Chance zu geben. Aber ich merkte, dass ich ohne die Hilfe eines Hundetrainers nicht weiterkommen wurde. Ich sträubte mich zunächst dagegen, weil ich ja hundeerfahren war, aber hier war ich echt am Ende.

 

Gemeinsam mit dem Hundetrainer, dem ich heute so unendlich dankbar bin, arbeiteten wir an unserer Beziehung und gerade als ich dachte es geht bergauf, passierte das Schrecklichste:

Camaro knurrte in einem von mir unbeobachteten Moment unseren Sohn an und schnappte sogar nach ihm. Für mich brach eine Welt zusammen. Ein Hund, der mein Kind beißt, wie sollte das gehen? Wieder war ich soweit Camaro auf die Reise zu schicken. Sollte sich jemand anderes um ihn kümmern, ich auf keinen Fall. Er hatte seine Chance und hatte sie verspielt.

 

Völlig verzweifelt erzählte ich unserem Hundetrainer von dem Vorfall. Sofort trafen wir uns, gemeinsam mit meinem Sohn. Mein Sohn arbeitete gemeinsam mit dem Hundetrainer ein paar Minuten mit Camaro und dieser versicherte mir, dass Camaro meinen Sohn nicht verletzen wollte, denn dann hätte er es getan, ohne Probleme. Gemeinsam erarbeiteten wir einen Weg wie wir, aber auch unser Sohn, mit Camaro umgehen sollten. Zwar behielt ich meinen Sohn und Camaro immer im Auge, wenn diese miteinander umgingen, aber mit der Zeit merkte ich, dass der Weg Früchte trug.

Unsere Beziehung wurde immer besser.  Auch wenn wir manche Rückschritte machten, in denen ich unserem Hundetrainer öfter anbot, ihm Camaro zu überlassen, machten wir plötzlich enorme Fortschritte.

 

Im April 2018, also ein halbes Jahr, nachdem Camaro seine Pfoten in unser Leben gestellt hatte, fuhren wir das erste mal gemeinsam mit 2 Kindern und 2 Hunden in den Urlaub an die Nordsee. Ich hatte große Bedenken, denn trotz weiterem Training ging Camaro immer noch nicht so gut an der Leine, wie ich mir das vorstellte. Ableinen war überhaupt nicht möglich. Interessanterweise wurde dieser Urlaub einer der schönsten Urlaube, die wir bislang hatten. Wir sind alle super zusammengewachsen.

Im Sommer begannen wir langsam wieder damit Camaro im umzäunten Garten laufen zu lassen. Dies hatten wir den gesamten Winter gemieden, um ihm nicht noch einmal die Möglichkeit des Weglaufens zu geben. Nach und nach merkten wir, dass er gern im Garten war. Er war glücklich einfach in der Hundehütte zu liegen und den Fahrradweg zu beobachten. Gut, der ein oder andere Fahrradfahrer wurde angebellt, aber das Leben soll ja auch etwas Spaß machen 😉

Mittlerweile können wir ihn, wenn wir z.B. im Stall sind, stundenweise mit unserer Hündin draußen lassen ohne Angst zu haben, dass er abhaut. Ich finde, das ist eine viel schönere Umgebung, als im Haus eingesperrt zu sein.

 

Abends liegt er an mich gekuschelt auf der Couch. Hauptsache er kann Körperkontakt haben und am besten eine Decke liegt über ihm… was eine Mimose… wir haben doch erst Ende September.

 

Kurzum: Ich habe das Gefühl, dass er nach 2 Jahren des Herumreichens und 1 Jahr Eingewöhnung endlich angekommen ist und verinnerlicht hat, dass dies sein zu Hause ist. Was hätte es auf dieser kleinen Hundeseele hinterlassen, wenn auch wir aufgegeben hätten und ihn erneut auf die Reise geschickt hätten?

 

Dieser kleine Hund hat uns hundeerfahrene Menschen gelehrt, dass auch wenn man Erfahrung hat, man sich vor Hilfestellungen nicht verschließen sollte. Das wichtigste aber, was uns Camaro gelehrt hat, ist niemals aufzugeben, denn auch wenn der Weg noch so steinig ist, irgendwann kommt man ans Ziel. Habt Geduld und vertraut auf Euch und Euren Hund!

 

Wir haben unser Ziel noch lange nicht erreicht, denn Camaro ist geprägt von seinen Erfahrungen. Aber ich bin mir sicher, dass wir mit Geduld und Liebe noch viel erreichen werden und wer weiß, vielleicht können wir den Ausbrecherkönig mit enormen Jagdtrieb vielleicht irgendwann ableinen.

 

Alles kann… nichts muss. Die Zeit wird’s bringen  🙂

Ich danke den Mariechen für die unkonventionelle Art Camaro aufnehmen zu können, die Chance, die ihr uns gegeben habt und das offene Ohr, das ihr für uns hattet. Ihr macht einen tollen Job! Gebt niemals auf!

 

Saftige Spende-Satte Schnauzen oder: Wie JOSERA einen soliden Grundstock für den Winter legt

Als wir im September die Zusage von JOSERA erhielten Futterspenden an ihrem Werk abzuholen, ahnten wir noch nicht, was auf uns zukommen würde…

 

Optimistisch lieh sich Andrea einen großen Anhänger und fuhr die etwa 100km einfache Strecke zu Josera und lud eine beeindruckende Menge an Hunde und Katzenfutter auf. Mit etwa 1600kg (!) schleppte ihr Auto den tiefliegenden Anhänger nach Würzburg zurück. Bei 28° Außentemperatur trugen wir glücklich schwitzend und keuchend 64 Säcke a 10kg Katzenfutter und 64 Säcke a 15kg Hundetrockenfutter in Andreas Garage, um sie bis zum Transporttag mäusesicher zu lagern. In den frühen Morgenstunden des 3.10.2018 war es dann soweit. Um 2 Uhr brachen Andrea und ich auf, um bei meditativen 80 km/h mit unserem randvollen und megaschweren Hänger 1000km Richtung Süden zu gondeln.

Am frühen Abend trafen wir in der Toskana bei Chiara ein und luden den Hänger ab. Die Futterspenden wurden auf drei Tierheime verteilt. Immerhin 250 Hunde und noch ca. 100 Katzen versorgt Chiara dort.

Zum Glück konnte das schlaue Joserafutter den Weg von der Ladefläche zum Hundenapf selbständig bewältigen. (Sie glauben das nicht? Schauen Sie selbst, wir haben zum Beweis ein Video gedreht!)

Das Futter von Josera ist getreidefrei und für empfindliche/allergische Hundemägen sehr gut geeignet. Begeistert schickte mir Chiara schon am nächsten Tag Fotos von Hundehinterlassenschaften… Tano und Casper, Kapoa, Neddy und viele weitere Hunde hatten seit langem teilweise zum überhaupt ersten Mal in ihrem Leben eine gesunde Verdauung.

Wir danken JOSERA von ganzem Herzen! Gerade jetzt, wo der Winter kommt, brauchen wir qualitativ hochwertiges Futter um geschwächte Tiere wie Vivi, Laika oder Kapoa in den nächsten Frühling zu bringen.

Im Dezember wollen/müssen wir nochmal eine große Menge Futter bringen. Möchten Sie uns helfen? Wir benötigen dringend Sachspenden oder auch zweckgebundene Geldspenden. Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf- wir freuen uns über jede noch so kleine Zuwendung.

Lassen Sie uns auf das JOSERA-Fundament aufbauen und spenden Sie Futter für die notleidenden Vierbeiner- wir bringen es dahin, wo es gebraucht wird.

Bilder selfen – Hunden helfen

TIERISCH ABRÄUMEN- frei nach dem Motto FOTOS SELFEN-HUNDEN HELFEN starten wir am Samstag, 18.8. und Sonntag 19.8. unsere Sommeraktion ⛱ für die Pensionshunde in der Toskana.
Bei einer Tombola mit coolen und irrsinnigen Preisen könnt ihr für 1€ pro Los bzw. 6 Lose für 5€ dafür sorgen, dass die gequälten und dem Tod geweihten Jagdhunde überleben bis sie ihr Ticket ins Glück gewinnen.
Damit unsere Träume nicht zerplatzen, haben wir uns etwas Besonderes als Begleitprogramm einfallen lassen: Wer das außergewöhnlichste, verrückteste oder auch romantischste Foto mit unserer Bubblemaschine schießt, gewinnt einen Hammerpreis: Hai-ei-ei
Die Gewinner schicken wir mit ihrer Familie in das 🐬Meeresaquarium in Zella-Mehlis.
Ihr wollt mitmachen? Dann kommt zur Wasserkuppe (36163 Poppenhausen/Rhön), wo ihr neben unserem Highlight mit Sommerrodeln, Segelfliegen, Waffeln mampfen, Hochseilgarten, Funpark usw. bespaßt werdet. Ein Tag an der Wasserkuppe, der Spaß bringt und obendrein noch Gutes hinterlässt. 
Ihr könnt nicht kommen? Ab zehn € (12 Lose) ziehen wir euch live vor Ort. Das Zugvideo und eure Preise stellen wir live in die Whatsappgruppe bzw.schicken sie auf euer Handy…Wer kann da noch widerstehen???
Unsere Modells Mila Mausezahn und Pluto ‚Seifenzerplatzangst‘ haben ihr bestes gegeben für unsere Werbefotos-unterstützt die (für den guten Zweck) „gequälten“ Mariechenhunde und kommt vorbei!!! Meldet euch gerne unter unserer Email-Adresse: info@hundehilfe-mariechen.de

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Loswerden

Loswerden

eine gute Headline Schlagzeile um weiterzulesen?

Wenn ich damit Deine Aufmerksamkeit bekommen habe, Du neugierig geworden und bereit bist den Artikel zu lesen, dann freut es mich!

Aber jetzt erstmal Hand auf Herz, welche Assoziation hat Loswerden bei Dir ausgelöst? Loswerden – hier auf der Seite von Hundehilfe Mariechen!?

Ich finde es ist an der Zeit, mal was loszuwerden.

Gerade im Tierschutz können Gefühle manchmal sehr anstrengend werden und damit spreche ich sicherlich vielen aus dem Herzen.

Da war wieder dieser Moment, in dem ich angegriffen wurde, weil ich mich für Auslandstierschutz engagiere. Wieder dieselben Floskeln: „Es gibt ja schliesslich hierzulande ebenfalls viele notleidende Tiere und vollkommen überfüllte Tierheime!“ Doch schlimmer noch peitschte mir die Frage ins Gesicht, wie um Himmels Willen ich mich für Tiere einsetzen kann, wenn doch die Not der Menschen so groß ist.!? Das ist dann die ganz große Nummer, die Frage, die auch mich nicht kalt lässt…. Nebst vorwurfsvollen Blicken erfahre ich Unverständnis, getoppt von verbalen Beleidigungen. Aber Rechtfertigen für etwas, das mir am Herzen liegt?!  

Ich weiß, ich mich muss mich in diesem Moment zurückhalten, denn der Gegenüber wartet regelrecht auf die Konfrontation……

In diesem Moment besinne ich mich vielmehr auf das Motto von Hundehilfe Mariechen:

Handeln statt wegsehen und ich setze insgeheim einen oben drauf: „tun statt reden“

Ich frage mich, ob die Person wohl jemals ein Tierheim von innen gesehen hat? Ich stelle nicht infrage, dass diese Person Sach-, und Futterspenden in das Tierheim von nebenan gebracht, dort Fellnasen ausführt oder sogar einem „Insassen“ ein festes Zuhause geschenkt hat.

Ich frage mich, für was sich diese Person wohl auf der Welt einsetzt? Ich stelle nicht in Frage, dass sie sich für hiesige Tierheime, für den alten, kranken Mann in der Nachbarschaft oder für das Schicksal hungernder Kinder oder Kriegsopfer, einsetzt.

Da ich das Gute im Menschen sehen möchte, lasse ich mich in diesem Moment darauf ein, seinen Vorwurf zu verstehen. Ich stelle mir vor, dass sich diese Person wohl für irgendeine andere Sache auf der Welt engagiert, die ihm am Herzen liegt. Ich weiß, in diesem Moment bin ich nicht da um dort, bei seinem „Projekt“ zu helfen. Aber es ist gut, diese Person und ihre Hilfe dort zu wissen.

Wer also muss sich nun rechtfertigen? Keiner wie ich finde, denn für Hilfe muss man sich weder rechtfertigen noch schämen. Vielmehr sollten wir dem Gegenüber mit Respekt und Rücksicht begegnen, selbst dann, wenn wir seine Auffassung im ersten Moment nicht verstehen. Ein zweiter Blick lohnt allemal. Das wollte ich LOSWERDEN.

Summertime in der Toskana

Sommer in der Toskana- für uns Urlauber ein Genuss, für die Vierbeiner ein Verdruss…

2017 erlebte die Mitte Italiens den heißesten Sommer aller Zeiten. Selbst im Vatikan wurde das Trinkwasser rationiert. Nicht zuletzt deswegen tauften die Metereologen die Hitzewelle mit wochenlangen Temperaturen über 41° C auf den Namen „Luzifer“. Im Süden erreichte das Thermometer sogar 45° C und mehr. Schon für die Menschen war das eine körperliche Strapaze. Es starben viele ältere Leute und auch kleine Kinder an den Folgen der unausweichlichen Hitze. Die Haus- und Nutztiere traf die Hitzewelle ungeschützt und raffte unzählige dahin.

In unseren Tierheimen und vor allem der unterfinanzierten privaten Auffangstationen beginnen nun die Vorbereitungen auf den drohenden Sommer. Bitte helfen Sie mit die bevorstehende Periode für die Hunde aushaltbar zu gestalten. Schon ein kleiner finanzieller Beitrag oder auch eine Sachspende bringen uns weiter!

Wir benötigen diverse Baumaterialien zur Beschattung der Gehege, Planschbecken zur Abkühlung und natürlich gutes Futter, besonders auch für die nun wieder vermehrt erwarteten Welpen. Kühlende Unterlagen und medizinische Hilfsmittel wie SCALIBOR- Halsbänder und allgemeinen Parasitenschutz stehen auch auf unserer To-do-Liste. Die Überträgermücke der gefürchteten Mittelmeerkrankheiten kann nur mit diesem speziellen Produkt abgehalten werden. Sollten Sie einen Aufenthalt im Süden Europas planen, denken Sie bitte unbedingt daran ihren eignen Vierbeiner  vor der Infektion zu schützen.

Mit Ihrer Spende unter dem Stichwort „Sommerspaß“ oder Ihrer Sachspende (Lieferadresse auf Anfrage) können Sie einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz leisten. Unsere bedürftigen Hunde und auch wir als engagierte Helfer freuen uns sehr über jede noch so kleine Unterstützung. Einen schönen und erholsamen Sommer wünscht Ihnen Ihr Hundehilfe-Mariechen-Team